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Wasserwerke Westfalen bekämpfen Keime mit UV-Licht

Umweltfreundliche Umrüstung

WESTHOFEN Mit ultraviolettem Licht (UV) gehen die Wasserwerke Westfalen künftig den Keimen im heimischen Trinkwasser an den Kragen. Damit hat Chlordioxid zur Desinfektion ausgedient.

von Von Bettina Kiwitt

, 27.04.2010
Wasserwerke Westfalen bekämpfen Keime mit UV-Licht

Das Licht in diesem UV-Bestrahler ist nur fürs Foto errötet.

„Um die Sicherheit weiter zu erhöhen und den gestiegenen Qualitätsanforderungen an das Trinkwasser Rechnung zu tragen, erweitern wir in den nächsten Jahren unsere Wasseraufbereitungsanlagen. Dabei haben umweltverträgliche Verfahren Vorrang“, kündigt DEW-Geschäftsführer Dr. Ralf Karpowski an. Die Wasserwerke Westfalen sind jeweils 50prozentige Töchter der Dortmunder DEW und der Gelsenwasser AG.

In Zukunft desinfizieren UV-Strahler die rund 20 Mio. Kubikmeter Wasser, die im Jahr durch ein Wasserwerk rauschen. Das UV-Licht unterdrückt die Vermehrung der Mikroorganismen. Eingespart werden dadurch rund 20 Tonnen Chlordioxid pro Wasserwerk und Jahr. Die Umbauphase im Wasserwerk Witten beginnt 2011, in 2012 folgen die Wasserwerke Westhofen 1 und Hengsen. 1,1 bis 1,4 Mio. Euro kostet die DEW-Tochtergesellschaft Wasserwerke Westfalen die Ausstattung mit den UV-Strahlern pro Wasserwerk.

Das ist letztlich nur ein kleiner Teil der Summe, die DEW in diesem Jahr für ihre Netze in die Hand nimmt. 87 Mio. Euro fließen in Betrieb, Wartung und Instandhaltung, weitere 33 Mio. Euro investiert der Versorger in den Erhalt und Ausbau. „Die Aufträge werden ausschließlich in der Region mit Fokus auf Dortmund vergeben“, betont der Geschäftsführer.