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Wo man kostenlos Kräuter und Früchte naschen kann

Bürgerbeet am Marktplatz in Schwerte

Ein neues Bürgerbeet mit Früchten und Kräutern gibt es am Marktplatz - es ist für alle Bürger zugänglich. Jetzt gilt es das Beet zu pflegen und vor Vandalismus zu schützen. Dabei kann jeder Schwerter helfen.

Schwerte

20.05.2018
Wo man kostenlos Kräuter und Früchte naschen kann

Das neue Bürgerbeet am Markt. © Jessica Will

Eine Gruppe Hobby-Gärtner hat am Mittwochabend ein Bürgerbeet am Marktplatz bepflanzt. Kräuter, Erdbeeren und andere Naschereien stehen dort nun als öffentliches Eigentum zur Verfügung. Im letzten Jahr war ein ähnliches Projekt auf der Lookschen Wiese gescheitert. Wird das neue Projekt von mehr Erfolg gekrönt sein?


Wie ist die Idee entstanden?

Die Schwerter Initiative fand sich bei einem Filmabend in der VHS zusammen, als der gesellschaftskritische Dokumentarfilm „Tomorrow“ gezeigt wurde, erklärt Natalie Kirsch, die die Initiative mit ins Leben gerufen hat. Dabei sei die Idee entstanden, auch in Schwerte öffentliche Beete für Bürger und Insekten anzulegen. Die Gruppe sei seit März aktiv. Die Beete sollen zukünftig die Stadt begrünen, Insekten Zuflucht bieten und die Pflanzen den Bürgern als frei verfügbare Nahrung dienen.

Wie ist die Pflege des Beetes organisiert?

Das Beet auf dem Marktplatz sei von Mitarbeitern der Stadt gesäubert und vorbereitet worden, berichtet Kirsch. Es gebe keine festen Dienstpläne. Jeder, der mitmacht, solle selber schauen, wann und wie er sich kümmert. Kann dies dazu führen, dass sich niemand mehr verantwortlich fühlt und das Beet verwahrlost? Kirsch meint Nein, denn zur Zeit würden sich die Beteiligten über eine WhatsApp-Gruppe informieren. Langfristig träume man von einer öffentlichen App, in die jeder eintragen könnte, wann er wo etwas getan habe.

Wer finanziert das Projekt?

Die Hobby-Gärtner brächten selbst Pflanzen und Zubehör mit, berichtet Kirsch weiter. Auch die Pflanzentauschbörse habe Pflanzen gesponsert. Die Grünen würden überlegen, vielleicht einen passenden Zaun für das Beet zu spenden. Kompost könnte langfristig eventuell vom Bauhof geholt werden. Die Gruppe freue sich über weitere Sach- und Geldspenden.

Kann Vandalismus vorgebeugt werden?

Hundekot, Müll und Sachbeschädigung – wie geht die Gruppe damit um? Was diese Probleme betrifft, hofft Kirsch auf soziale Kontrolle durch Menschen, die ein Auge auf das Beet werfen. Tagsüber mag das am Marktplatz vielleicht funktionieren. Ob dies auch nachts und an anderen Orten greift, bleibt offen. Kirsch rät, Kräuter und Früchte vor dem Verzehr auf jeden Fall abzuwaschen, damit etwaige Verunreinigungen entfernt werden.

Wie soll das Projekt weitergeführt werden?

Die Gruppe hofft darauf, dass sich noch mehr Menschen an dem Projekt beteiligen und es sich nach und nach in der ganzen Innenstadt ausbreitet. Wer mitmachen möchte, kann sich bei der Klimaschutzmanagerin der Stadt, Eva Lüthen-Broens (eva.luethen-broens@stadt-schwerte.de, Tel. 104609) oder Natalie Kirsch (natalie.kirsch@ gmx.de, Tel. 2506460) melden. Die beiden vermitteln Kontakte.

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