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"Wie eine große Familie"

SCHWERTE "Hm, riecht das gut!" Routiniert fächelt Dirk Hanné den Dampf aus dem Becher Richtung Nase. Eine Testwaffel gibt es gleich noch dazu.

von Von NicoleJankowski

, 09.12.2007

Vor dem Stand statt dahinter preist der Inhaber der Schwerter Stadtgalerie auf dem Westhofener Weihnachtsmarkt seine Genüsse an. Jahrelang wohnte Hanné in einem Haus direkt am Marktplatz. Zeit genug, sich die besten Verkaufsstrategien zu überlegen.

Bereits zum 13. Mal verwandelte sich die "Alte Freiheit" gestern wieder in einen gemütlichen Weihnachtsmarkt. Gut 30 geschmückte Stände luden am zweiten Advent - bei relativ trockenem Wetter - zum Bummel über den Marktplatz ein.

Freunde treffen

"Halb Westhofen trifft sich hier", nennt Dieter Breiding einen Grund für den Erfolg der Traditionsveranstaltung. Man sieht Freunde oder Bekannte. Und die Küche bleibt an diesem Tag sowieso kalt. "An der Würstchenbude fängt man an, und bei der Erbsensuppe hört man auf", beschreibt Breiding seine kulinarische Route.

Köstlich duftet es auch am Stand des Männerkochkreises Westhofen. "Futtern wie bei Muttern" lautet ihr Motto: Bratkartoffeln brutzeln in der großen Pfanne der Hobbyköche, Spiegeleier und Gewürzgurken gibt es dazu. "Voriges Jahr haben wir Wurstbrötchen und Schnaps verkauft, das kam nicht so gut an", hofft Peter Stead mit der rustikaleren Variante den Geschmack der Marktbesucher diesmal besser zu treffen.

Erlös spenden

Eingepackt mit nach Hause wandern das Brot vom Ergster Brotmarkt sowie die Kuchen und Torten, die der katholische Pastoralverbund verkauft. Dessen Aktion Kinderarmut in Schwerte unterstützt Organisator Peter Grafe mit dem Reinerlös des Weihnachtsmarktes zum zweiten Mal.

Im nächsten Jahr möchte er die vom Hochwasser gebeutelte DLRG-Station in Westhofen unterstützen. Deren Mitglieder helfen Grafe seit Jahren auf dem Weihnachtsmarkt.

Auch viele andere Standbesitzer kommen immer wieder. "Wir sind wie eine große Familie", betont Grafe. Und zu der kam traditionsgemäß am Nachmittag auch der Nikolaus.

Mit so viel Tradition kann der Weihnachtsmarkt im Wendehammer der Rathausstraße noch nicht mithalten. Erstmalig organisierten die Anwohner und Geschäftsinhaber hier ein buntes Treiben. Viel Spaß hatten die Besucher trotzdem. Dafür sorgte Schicht 13.

 

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