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Wo die Küche war, schwimmt der Regen in der Pfütze

SCHWERTE Die Treppe führt ins Leere. "Hier war unsere Küche", sagt Meike Kühne und zeigt auf eine Pfütze auf der Teerpappe. Nur der Keller ist stehen geblieben.

von Von Nicole Jankowski

, 30.12.2007
Wo die Küche war, schwimmt der Regen in der Pfütze

Durch einen Wasserschaden wurde das Haus von Meike Kühne völlig zerstört. Nur der Keller blieb stehen.

Der Rest des 30 Jahre alten Fertighauses musste abgerissen werden - es war regelrecht abgesoffen. Kein Hochwasser, sondern ein geplatztes Eckventil vom Spülkasten der Toilette im ersten Obergeschoss war der Schuldige. Während die Familie im Sommerurlaub weilte, sog sich das Haus drei Tage lang mit Wasser voll. "Die Holzdecken und die Tapeten waren unten, das Parkett sprang uns entgegen, da war nichts mehr zu machen", erinnert sich Meike Kühne an den schockierenden Anblick. Zu allem Überfluss passierte das Unglück während der wenigen heißen Tage im Sommer. Mit dem Ergebnis: Alles war nicht nur nass, sondern auch verschimmelt. "Klamotten, Dokumente, Fotos, die Spielsachen unserer Kinder. Alles kaputt", zählt Meike Kühne auf. Zwei Kühlschränke, eine Tischtennisplatte und ein paar Kartons mit Geschirr konnten sie noch retten. Ihr Haus nicht.

Bei der Tante unterm Dach

Nach langem Kampf hat die Versicherung die Kosten für den Neubau übernommen. Zurzeit wohnt die vierköpfige Familie bei einer Tante unterm Dach. Vor allem die Weihnachtszeit habe die Verluste noch einmal deutlich gemacht. "Unser ganzer Weihnachtsschmuck ist einfach weg", beschreibt Meike Kühne die Lücke.

Doch den Kopf in den Sand stecken, das gibt es für die Wirtin nicht. "Es gibt schließlich Schlimmeres auf der Welt", sagt sie. Vor allem die Hilfsbereitschaft ihrer Gäste habe sie berührt. Im Sommer will die Familie in ihr neues Haus einziehen: "2008 kann nur besser werden."

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