Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie

Sechseinhalb Jahre Haft für den „Flitzer von Siegburg“

Bonn/Siegburg. Ein 2017 mit einer spektakulären Flucht über die Dächer eines Amtsgerichts bekannt gewordener Mann ist in einem anderen Prozess zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das teilte das Landgericht Bonn am Donnerstag mit. In dem Prozess ging es um einen Einbruch in ein Juweliergeschäft.

Sechseinhalb Jahre Haft für den „Flitzer von Siegburg“

Paragrafen-Symbole am Landgericht Bonn. Foto: Oliver Berg/Archiv

Der 24-Jährige war im Juli 2017 mit einem gestohlenen Auto und zwei unbekannte Komplizen rückwärts in die Schaufensterscheibe des Siegburger Juweliers gefahren. Aus den Vitrinen holten die Gruppe - innerhalb von 38 Sekunden - goldene Ketten, Armbänder, Ohrringe und Colliers. Im Prozess räumte der vielfach vorbestrafte 24-Jährige ein, dass das seine Idee gewesen sei, „weil er davon mal in der Zeitung“ gelesen habe. Von der unter einem öffentlichen Mülleimer deponierten Beute im Wert von rund 15 000 Euro konnte er indes nicht profitieren. Am nächsten Tag war der Beutel nach dessen Angaben nicht mehr da.

Schlagzeilen hatte der Mann schon im Herbst 2017 gemacht. Nach einer Verurteilung in einem anderen Fall war er zunächst über die Dächer des Amtsgerichts in Siegburg geflüchtet und zeitweise untergetaucht. Wegen des Vorfalls wurden im Prozess in Bonn weder Hand- noch Fußfesseln abgenommen. Wegen Drogensucht ordneten die Richter eine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an.

Anzeige
Anzeige