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Seehofer und Laschet am Tatort in Münster

Münster. „Feige und brutal“ - mit diesen Worten verurteilt Innenminister Seehofer die Todesfahrt von Münster. Schockiert zeigt sich auch NRW-Regierungschef Laschet, betont am Tag nach dem Grauen aber auch die Besonnenheit der Münsteraner Bürger.

Seehofer und Laschet am Tatort in Münster

Polizisten stehen am frühen Morgen in Münster in einer Gasse vor einer Absperrung. Foto: Marcel Kusch

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) haben der Opfer der Amokfahrt von Münster gedacht.

Der Samstag sei „ein schrecklicher, ein trauriger Tag für die Menschen in Münster“ gewesen, aber auch für ganz Nordrhein-Westfalen und Deutschland, sagte Laschet am Sonntag in der Nähe des Tatorts. Die Gedanken seien bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzten, die teils noch um ihr Leben ringen.

Seehofer sprach von einem „feigen und brutalen Verbrechen“. Er sei nach Münster gekommen, um Solidarität und Anteilnahme der Bundesregierung zum Ausdruck zu bringen, „insbesondere der Bundeskanzlerin“. Er dankte Polizei, Sicherheits- und Rettungskräften, die „absolut professionell“ gearbeitet hätten. Auch die Medien lobte der Minister für ihr besonnenes Vorgehen bei der Berichterstattung.

Eine völlige Sicherheit sei nicht möglich, doch man müsse alles versuchen, „um solche Verbrechen, die man gar nicht für möglich halten möchte, in der Zukunft weiter zu mindern oder vielleicht sogar zu verhindern“, sagte Seehofer. Es gebe starke Hinweise auf einen Einzeltäter und darauf, dass es keinen Bezug zur „Terrorszene“ gebe, aber es werde in alle Richtungen ermittelt.

Laschet lobte die Besonnenheit und Solidarität der Münsteraner nach der Tat. Es würde sich wünschen, dass „diese besondere Münsteraner Erfahrung einer Friedenstadt“ auch diejenigen erreicht hätte, die „ganz schnell bei Twitter und anderswo wieder das Hetzen begonnen haben.“ Für die Opfer sei die Religion der Täter egal, sie hätten einen Menschen verloren. „Und diesen Respekt sollte man immer im Blick haben.“

In Münster war am Vortag ein Campingbus in der Altstadt in eine Menschengruppe gerast. Zwei Menschen starben, weitere wurden verletzt. Der Fahrer erschoss sich nach Polizeiangaben im Wagen. Seehofer und Laschet hatten am Tatort gemeinsam mit NRW-Innenminister Herbert Reul und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (beide CDU) der Opfer gedacht und weiße Rosen und Lilien niedergelegt.

Laut Reul dürften die Ermittlungen noch Stunden und Tage dauern. „Wir sind noch lange nicht am Ende. Es ist die Stunde der Ermittler.“

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