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Absage der Selmer Woche stößt auf scharfe Kritik

SELM In der jüngsten Ratssitzung übten vor allem SPD und UWG scharfe Kritik an der Absage der Selmer Woche durch die Stadtverwaltung.

von Von Theo Wolters

, 07.03.2008
Absage der Selmer Woche stößt auf scharfe Kritik

Das Zelt für die Selmer Woche bleibt in diesem Jahr unaufgebaut. Die Veranstaltung wurde abgesagt.

"Der Schaden für die Stadt Selm ist enorm", so SPD-Fraktionsvorsitzender Mario Löhr. Es stelle sich die Frage, ob es nicht ein Fehler gewesen sei, die Organisation an FoKuS zu übertragen.

"Wir sollten das Gespräch mit der Werbegemeinschaft und der Handwerksmeisterrunde suchen und das Geschäft den Profis überlassen." Mario Löhr zeigte sich verwundert, dass die Absage ohne einen Ratbeschluss erfolgte.

Absage ohne Beschluss

Erstaunt zeigte sich über die Art der Absage auch Peter Sowislo von der UWG. "Muss der Rat nicht von ihm gefasste Beschlüsse aufheben", so eine Frage. Es sei schon verwunderlich, wenn die Ratsvertreter über so einen wichtigen Beschluss aus der Presse erfahren würden.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Löhr stellte weiterhin klar, nicht direkt die Verwaltung kritisieren zu wollen, doch betonte er, man brauche die Selmer Woche für die Wirtschaft. "Ich möchte die Argumentation der Verwaltung nicht bewerten, doch müssen wir auch die andere Seite hören." Die Verwaltung hatte mit einer Tischvorlage die Absage begründet. "Wir waren bei den Gesprächen an einem Punkt angekommen, an dem Verträge unterzeichnet werden mussten", so der Bürgermeister. Im Einvernehmen habe man sich auf die Verschiebung geeinigt. "Der Vorschlag ist sogar von der Werbegemeinschaft gekommen." Eine Ausrichtung hätte ein finanzielles Risiko bedeutet, dies könne sich die Stadt nicht leisten. Bei 120 zu vergebenden Ausstellungsboxen sei das Interesse von 29 Firmen nicht ausreichend. "Eine Gewerbeschau lässt sich nur dann mit Kooperationspartnern organisieren, wenn gleichermaßen ein Interesse an der Zusammenarbeit besteht", heißt es in der schriftlichen Begründung. Jedoch würden die in den letzten Tagen geäußerten Standpunkte den Schluss zulassen, es habe von Beginn an kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit FoKuS bestanden.

Stellungnahme zu Kritik

Bürgermeister Jörg Hußmann ging zudem auf die Kritik bezüglich seines vorzeitigen Abschiedes vom Neujahrsempfang ein. Er habe bereits im September erklärt, an dem Termin eine private Feier zu haben. "Die Art und Weise, wie man mit dem Thema umgegangen ist, bezeichne ich als hinterfotzig", so der Bügermeister.

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