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Auf den Spuren jüdischen Lebens

SELM Mit den Verbrechen des Nationalssozialismus und dem jüdischen Leben in Selm haben sich die Schüler der 10. Klasse der Realschule und dem jüdischen Leben in Selm auseinandergesetzt.

von Von Antje Pflips

, 16.08.2007
Auf den Spuren jüdischen Lebens

<p>Anne Hein-Tschauner und Florian Barwe von der Otto-Hahn-Realschule eröffneten zusammen mit Pfarrer Lothar Sonntag (r.) die Ausstellung zum jüdischen Leben in Selm im evangelischen Gemeindezentrum am Markt. Pflips</p>

Das Ergebnis ist jetzt im evangelischen Gemeindezentrum zu besichtigten. Unter der Leitung von Anne Hein-Tschauner waren Schüler und Schülerinnen aus dem Sozialwissenschaftskurs und Politikkurs beteiligt. Sie unternahmen für diese Aufgabe einen Stadtrundgang durch Selm und Bork, um zu sehen, wie viele und wo jüdische Mitbürger gelebt hatten. Sie besuchten die Synagoge und den Friedhof.

Dann setzten sie sich mit der Aktion "Stolpersteine" auseinander und besichtigten die Villa ten Hompel in Münster. Die heutige Mahn- und Gedenkstätte war zu der Zeit Schaltzentrale für die Deportationen aus dem Raum Münster.

Für die Dokumentation wählten die Schülerinnen und Schüler eine Vitrine, Plakate und Mahntafeln. Bücher und alte Zeitungsnotizen sowie gestaltete Kartons befanden sich hinter der Glasfront. Auf den Plakaten wurden Parolen der damaligen Hetzkampagne den Reaktionen der Verfolgten gegenüber gestellt.

Um Position gegen Faschismus und Verfolgung zu beziehen, hatten die Schülerinnen und Schüler Mahntafeln entwickelt mit Sprüchen wie "Kehre Rechtsradikalen den Rücken" oder "Schau hin, bei dem, was deine Umwelt macht." Das Projekt wurde auch von Pfarrer Lothar Sonntag unterstützt.  Die Ausstellung läuft noch bis zum 16. September, wenn die ersten "Stolpersteine" in Selm gesetzt werden.

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