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Beim Fahrsicherheitstraining der Verkehrswacht

BORK Nachts auf nasser Fahrbahn unterwegs. Plötzlich taucht ein Hindernis auf. Was tun? Damit in solchen Gefahrensituationen richtig reagiert werden kann, bietet die Verkehrswacht des Kreises Unna Fahrsicherheitstrainings an. Zwölf Teilnehmer waren am Samstag auf dem Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes in Bork dabei.

von Von Heidi Tripp

, 08.03.2008

Im Notfall richtig zu reagieren kann über Leben und Tod entscheiden. Selten sind Fahrer gezwungen, eine Vollbremsung bis zum Stillstand auszuführen. Umso wichtiger es einmal in sicherer Umgebung und unter fachmännischer Anleitung zu trainieren, weiß auch der Leiter des Fahrsicherheitstrainings Heinz Erdelkamp.Schwächen der Fahrer

Aus seiner Erfahrung als Polizeibeamter kennt er die Schwächen der Autofahrer. "Ich habe Unfälle gesehen ganz ohne Bremsspuren.

Die Fahrer waren überfordert und wussten in den entscheidenden Sekunden nicht wie sie reagieren sollten - und so taten sie einfach gar nichts", erzählt der Fahrprofi, der seinen Unterricht sehr lebendig und mit vielen Beispielen leitet.

Immer wieder erklärt er seinen Schüler kurz die Theorie, um sie dann in der Praxis ihre Erfahrungen sammeln zu lassen. Aus ganz unterschiedlichen Gründen haben sich die Fahrer angemeldet. "Mein Vater möchte, dass ich dieses Sicherheitstraining mache, erst dann darf ich seinen SLK fahren", sagt die 18-jährige Sarah Jeske.

Gründe der Teilnehmer

Gordon Eminghaus war vor einer Ampel durch Aquaplaning nur knapp zum Stehen gekommen, ihm hatte diese Situation Angst gemacht und so wollte er lernen sich richtig zu verhalten. Sabrina Kortmann hatte es von allen Fahrern am schwersten, da ihr Auto nicht über ABS verfügt. Um ihr Fahrzeug während einer Vollbremsung zu lenken, muss sie im richtigen Moment die Bremse lösen.

Sonst rutscht der Wagen wie auf Schienen einfach geradeaus. Immer wieder gibt sie auf der abgesperrten Strecke Gas, beschleunigt und tritt dann auf dem feuchten Untergrund voll in die Eisen. Das Ausweichen mit vorherigem Bremselösen vergisst sie natürlich nicht.

Nichts für schwache Nerven

"Das ist nichts für schwache Nerven, obwohl ich weiß, dass da nur Pylonen stehen, rast mein Puls", sagt Sabrina Kortmann zu Beginn der Übungen. Nach einigen Versuchen stellt sie überrascht fest: "Man lernt sein Auto von einer ganz neuen Seite kennen und merkt, dass nichts Schlimmes passiert." Jetzt, wo sie weiß, wie ihr Wagen reagiert, fühlt sie sich viel sicherer.

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