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Berater kostet 199 920 Euro

SELM Sie bezeichnen es nicht als eine große Koalition, sondern als ein Zweckbündnis auf Zeit. Die beiden großen Parteien wollen in den kommenden Wochen eng bei der Haushaltskonsolidierung zusammenarbeiten.

von Von Theo Wolters

, 04.12.2007
Berater kostet 199 920 Euro

Das Gebiet am Dieselweg ist seit einigen Monaten erschlosssen, doch Bautätigkeiten sind noch nicht zu sehen. Die Vermarktung soll verbessert werden.

 Für einen Berater in Sachen städtische Finanzen haben sie sich bereits ausgesprochen. Michael Mutter, der auch bereits für die Stadt Lünen aktiv war, soll es sein (wir berichteten). Die Kosten für die Beratung betragen je Beratertag 1400 Euro und belaufen sich bei 120 Tagen einschließlich Mehrwertsteuer auf 199 920 Euro. „Es ist aber möglich, dass wir einen Zuschuss erhalten“, so der CDU-Fraktionschef. Die Bezirksregierung werde einen Zuschuss des Landes befürworten. Michael Mutter wird in Selm ein Büro beziehen und soll von städtischen Mitarbeitern unterstützt werden.

UWG ins Boot holen

Und CDU und SPD möchten gern auch die UWG mit ins Boot holen. „Eine Zusammenarbeit auf großer Basis ist aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Stadt vernünftig“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Dieter Kleinwächter. Sein Kollege von der SPD Mario Löhr ergänzt, man wolle und müsse zum Wohl der Bürger arbeiten.

   Da die UWG, so Kleinwächter, keine Alternativen zu einem Beratung auf den Tisch gelegt habe, wäre es im Sinne der Gemeinsamkeit, wenn die UWG sich bei der Ratssitzung an der Auswahl des Beraters beteiligen würde. In drei Jahren soll die Stadt Selm wieder einen ausgeglichenen Haushalt haben. Deshalb stehen im Mittelpunkt der Haushaltskonsolidierung ganz klar die Ausgabenseite. Mario Löhr: „Bei der Einnahmenseite sind wir in vielen Bereichen auch auf äußere Einflüssen angewiesen.“ Es gebe aber durchaus Möglichkeiten, die Einnahmeseite zu verbessern. So müsse man, wie SPD-Ratsherr Horst E. Michalke erklärte, den Verkauf von Grundstücken beschleunigen. „Wir müssen unsere Grundstücke endlich versilbern. Dies kann zum Beispiel durch Unterstützung von Partnern geschehen.“

Grundstücke veräußern

So solle man verstärkt in Kontakt mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises treten. Michalke: „Wir können uns aber auch eine Zusammenarbeit mit Wirtschaftsförderungsgesellschaften anderer Kommunen vorstellen.“ Die beiden großen Fraktionen meinen nicht nur Wohnungsbaugrundstücken, sondern auch Gewerbegebiete, wie z.B. am Dieselweg in Bork der an der Werner Straße. Michalke: „Die Stadt hat Grundstücke gekauft, muss nun Kreditzinsen zahlen. Bei einem Verkauf entlasten wir die Ausgabenseite und verbessern die Einnahmen.“ Ihr Votum für Mutter als Berater haben CDU und SPD der Verwaltung bereits signalisiert. Einen Beschluss wird es bei der Ratssitzung am 13. Dezember geben. Kleinwächter: „Die Stadt wird den Auftrag erhalten, die Verträge mit Michael Mutter abzuschließen.“

   

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