Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Brandstiftung Ursache des Dachstuhlbrandes an der Kreisstraße?

SELM Zu einem Großeinsatz rückte die Freiwillige Feuerwehr Selm in der Nacht zu Freitag zur Kreisstraße aus. Der Dachstuhl eines eineinhalbgeschossigen Geschäftshauses war in Brand geraten. War die Ursache Brandstiftung?

von Von Theo Wolters

, 28.12.2007

Schnell sprach sich der Brand in der Nacht an der Kreisstraße herum. Immer wieder war zu hören: Schade, dieses schöne, alte Haus. Auch Bürgermeister Jörg Hußmann war bestürzt. „Dies ist doch so ein schönes Haus.“  Die Besatzung einer Polizeistreife hatte gegen 1 Uhr Rauchentwicklung an dem Haus bemerkt und Alarm ausgelöst. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte die eine Hälfte des Dachstuhls bereits in voller Ausdehnung.

Die Wehr konnte ein Übergreifen auf die andere Dachstuhlhälfte verhindern. Die Brandschutzmauer des Anfang des 20. Jahrhunderts erbauten Hauses hielt stand. „Die Leute haben früher schon toll gebaut“, so Stadtbrandmeister Stephan Schwager. Auch der Vertreter der Versicherung sei bei der Besichtigung der Brandstelle am  Morgen erstaunt gewesen.

Brandsachverständiger unterstützt Polizei bei Ermittlungen

Noch während der Löscharbeiten trafen Brandermittler der Polizei vor Ort ein. Kriminalkommissar Peter Paßmann aus Bork verschaffte sich einen ersten Überblick und hielt den Brand auf Fotos fest. Die Untersuchungen wurden am Morgen im Gebäude fortgesetzt. „Unsere Brandermittler konnten aber keine Ursache feststellen und zogen daher einen Brandsachverständigen hinzu“, erklärte Polizeipressesprecherin Ute Hellmann.  Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand wird in Richtung Brandstiftung ermittelt. Der Schaden wir auf 80 000 Euro geschätzt. Größere Schäden, auch durch Löschwasser, konnten im Erdgeschoss verhindert werden. Schwager: „Der gleichzeitige Innen- und Außenangriff hat sich bezahlt gemacht.“ Der in Brand geratene Dachstuhl war aber nicht mehr zu retten. Immer wieder flammte das Feuer neu auf, da das als Isolierung dienende Stroh wie eine Zündschnur wirkte.

Haus ist nachts unbewohnt

Feuerwehrmänner deckten so alle Dachpfannen mit Hilfe eines Abrisshakens ab. So konnten auch die letzten Glutnester gelöscht werden. Vor Ort war auch ein Rettungswagen, doch die Sanitäter brauchten nicht einzugreifen. Sie konnten die Löscharbeiten verfolgen, denn das Haus ist nachts unbewohnt und auch bei den Löscharbeiten waren keine Verletzten zu beklagen.

In dem alten renovierten Zechenhaus – es dürfte so gegen 1910 erbaut worden sein – sind ein Bestattungsunternehmen und ein Blumengeschäft untergebracht. Die Inhaberin wurde von der Polizei informiert und schaute fassungslos den Löscharbeiten zu.

Im Einsatz waren rund 60 Mitglieder der Löschzüge Selm, Bork und Hassel. In Selm war auch Sirenenalarm ausgelöst worden. Die Polizei war mit zwei Streifenwagen vor Ort, sperrte unter anderem die Kreisstraße während der Löscharbeiten ab. Der Einsatz war gegen 4.30 Uhr beendet. Eine Brandwache blieb mit einem Fahrzeug vor Ort.

Zeugen gesucht

Zur Tataufklärung ist die Polizei weiterhin auf Zeugenaussagen angewiesen. In diesem Zusammenhang werden die beiden Personen, die gegen 1:15 Uhr auf einem Motorroller auf der Kreisstraße in Richtung Bork fuhren gebeten, sich mit der Polizei Unna Tel.: 02303/9214110 oder 9210 in Verbindung zu setzen

 

Lesen Sie jetzt