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Das sind die Auswirkungen des Verdi-Streiks in Selm

Streik in Selm

Die Gewerkschaft Verdi hat im Öffentlichen Dienst zu Streiks aufgerufen. Busse fahren nicht und Kitas bleiben teilweise geschlossen. Wie sieht es am Mittwoch in Selm aus?

Selm

, 20.03.2018
Das sind die Auswirkungen des Verdi-Streiks in Selm

Verdi streikt am Dienstag auch in Selm © picture alliance / Daniel Bockwo

Mit einer Warnstreikwelle bei kommunalen Verkehrsbetrieben hat Verdi bereits am Dienstag den öffentlichen Nahverkehr in vielen Städten des Ruhrgebiets lahmgelegt. Vielerorts, zum Beispiel in Dortmund, blieben die Busse und S-Bahnen im Kontor. Auch Kitas blieben geschlossen.- Selm erreicht der Streik an diesem Mittwoch. Allerdings werden sich die Auswirkungen voraussichtlich vor allen Dingen auf den Nahverkehr beschränken.

Bei den Verkehrsbetrieben im Kreis Unna hat man eine Liste mit Fahrten veröffentlicht, die voraussichtlich stattfinden werden. Allerdings sei diese keinesfalls eine Garantie dafür, dass die Fahrten auch wirklich angeboten werden können, wie Susanne Heller von der VKU sagt. „Wir haben keine Einsicht darüber, wie die Mitarbeiter von den Fremdbetrieben organisiert sind.“ Soll heißen: ob die Mitarbeiter dort der Gewerkschaft angehören und auch streiken werden.

Dies gelte auch für Schulbusse. Die größeren Schulen im Gebiet werden laut der VKU-Sprecherin darauf verwiesen, dass man keine Garantie für die Fahrten ausstellen könne. Bahnunternehmen, wie die Deutsche Bahn oder auch die Eurobahn haben aber bereits angekündigt, von dem Streik nicht betroffen zu sein.

Wenig gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter

Bei der Stadtverwaltung Selm selbst, geht man von geringen Auswirkungen aus. „Erfahrungsgemäß trifft der Streik die Stadtverwaltung Selm nicht. Gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter gibt es in Selm sehr wenige“, sagt Malte Woesmann, Sprecher der Stadt Selm. Auch die Müllabfuhr sei nicht betroffen, da die Stadtwerke kein kommunaler Betrieb sind. Das gelte auch für die Kitas im Stadtgebiet, sie alle sind nicht in städtischer Hand.

Betroffen vom Streik ist am Mittwoch allerdings das Kreishaus in Unna. Dort bleiben die Zulassungsstelle und die Führerscheinstelle im Kreishaus Unna (Bürgerbüro) sowie die Zulassungsstelle im Kreishaus Lünen komplett geschlossen.

Verdi und der Beamtenbund dbb, der auch Angestellte vertritt, fordern um sechs Prozent höhere Löhne und einen Mindestbetrag von 200 Euro mehr im Monat. Verhandelt wird für 2,3 Millionen Beschäftigte bei Bund und Kommunen, unter anderem für Erzieher, für Mitarbeiter des Nahverkehrs, von Müllabfuhr, Straßenreinigung, Kliniken, Sparkassen und Bundespolizisten. Die abschließende Verhandlungsrunde ist für Mitte April vorgesehen.

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