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Dauerarrest für Selmer Jugendliche

SELM Auf schuldig der gemeinschaftlichen Körperverletzung und des Diebstahls in zwei Fällen, davon in einem erschwerten Fall, erkannte das Jugendschöffengericht in Lünen gegen vier junge Männer aus Selm. Es verhängte gegen sie dreimal Dauerarrest von ein bis zwei Wochen und einmal 40 Stunden Freizeitarbeit. Was haben sie angestellt?

von Von Heinz Greve

, 12.03.2008
Dauerarrest für Selmer Jugendliche

750 Euro muss der verurteilte Stiefvater zahlen.

Am Abend des 18. August 2007 trafen die angeklagten Jugendlichen vor der Selmer Gaststätte "Nino`s Bierpub" auf Schalke-Fans, die noch in Fan-Kluft nach einem Schalke-Spiel ein Bier trinken wollten. Aus irgend einem nichtigen Anlass kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen ihnen, in deren Verlauf ein Schalke-Fan, der Zeuge F., zu Boden gestoßen und mit Füssen getreten wurde. Der Zeuge erlitt dabei erhebliche Verletzungen, u.a. eine stark blutende Platzwunde am Kopf, die im Krankenhaus ärztlich versorgt werden musste.

Mit Hilfe einer Räuberleiter

Am Nachmittag des 17. September 2007 trafen sich die Angeklagten am Jugendzentrum "Sunshine" am Sandforter Weg. Eine Mitarbeiterin wollte sie nach Dortmund fahren. Als diese aber keine Zeit hatte, streiften die Angeklagten ums Gebäude. Dabei fiel ihnen im ersten Obergeschoss ein auf Kipp stehendes Fenster auf. Nachdem sie ausgespäht hatten, dass sich niemand in dem Raum aufhielt, stiegen sie über eine "Räuberleiter" ein. Einer von ihnen stand draußen "Schmiere". Sie stahlen drei Geldbörsen mit 242 Euro Inhalt. Mit diesem Geld fuhren sie nach Dortmund und brachten es auf der dortigen Kirmes durch.

Lehrer Geld geklaut

Am 13. September 2007 hatte einer der Angeklagten Geburtstag. Da er kein Geld für eine Geburtstagsfete hatte, stahl er seinem Klassenlehrer an der Pestalozzischule Geld aus dessen Aktentasche, als er glaubte, dass dieser sich mit den übrigen Klassenschülern im Computerraum aufhalte.

Bei dem Diebstahl wurde er aber von dem Lehrer überrascht. Zunächst leugnete der Angeklagte, gab dann aber gegenüber dem Lehrer den Diebstahl zu. Schaden: 35 Euro. In der Hauptverhandlung wollten sich die Angeklagten zunächst nicht zu den Anklagevorwürfen einlassen. Erst als der Gerichtsvorsitzende, Jugendrichter Klein, sie eindringlich auf die strafmildernde Wirkung eines Geständnisses hinwies, äußerten sich zwei Angeklagte zur Sache. Sie räumten die Anklagevorwürfe vollinhaltlich ein. Danach gaben auch die zwei weiteren Angeklagten die Taten zögerlich zu.

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