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Defekte Schranke: Ursache noch unbekannt

SELM "Problem erkannt, Gefahr gebannt", heißt es im Volksmund. So schnell geht es bei der Deutschen Bahn AG im Fall Bahnübergang Sandforter Weg zwar nicht. Aber immerhin wird der Übergang endlich als Problempunkt wahrgenommen.

von Von Matthias Münch

, 16.10.2007
Defekte Schranke: Ursache noch unbekannt

Immer wieder kommt es am Bahnübergang Sandforter Weg zu Verkehrsbehinderungen.

Bahnsprecher Thorsten Nehring hatte die ständigen Defekte der Schrankenanlage am Sandforter Weg und - nicht ganz so häufig - an der Olfener Straße noch vor einigen Wochen als normal bezeichnet. Die Häufigkeit der Ausfälle sei statistisch nicht auffällig.

Techniker am Ball

Nachdem die Schranken dann aber zuletzt immer häufiger ausfielen, zuletzt am vergangenen Freitag wiederum am Sandforter Weg, scheinen sich die Verantwortlichen nun ernsthaft um die Angelegenheit zu kümmern. Thorsten Nehrings Kollege Jürgen Kugelmann erklärte jetzt auf Anfrage unserer Zeitung: "Unsere Techniker sind am Ball." Allerdings seien die Ursachen für die Defekte schwer zu ermitteln: "Oft dauert die Störung nur, bis der nächste Zug den Übergang passiert. Danach funktionieren die Schranken wieder." Den Grund für den Ausfall könne man eigentlich nur dann sicher feststellen, wenn es gerade passiert. Und das sei ja immer nur sporadisch der Fall.

In der Tat laufen die Störfälle nicht immer nach dem gleichen Muster ab. Meist bleiben die geschlossenen Schranken unten, obwohl kein Zug kommt. Es ist aber auch schon geschehen, dass sich die Schranken nicht geschlossen haben. Dann mussten die Autofahrer besonders vorsichtig über den Bahnübergang fahren. Manchmal dauert die Störung nur ein paar Minuten, manchmal auch mehrere Stunden. Des öfteren war dann schon die Polizei vor Ort, um den Verkehr zu regeln.

Slalom fahren

Gefährlich wird es nicht nur, wenn Züge vorbei fahren, obwohl die Schranken sich nicht schließen. Vielmehr kommt es auch im umgekehrten Fall bisweilen wegen des Fehlverhaltens ungeduldiger Autofahrer zu problematischen Situation. Sie schlängeln sich dann im Slalom an den geschlossenen Halbschranken vorbei über die Gleise. Zum Glück ist dabei bisher noch nichts Schlimmes passiert.

Nun, so Jürgen Kugelmann, seien die Techniker der Bahn dabei, verschiedene Baugruppen auszutauschen. Kugelmann hofft, dass im Zuge dieser Arbeiten demnächst auch die kaputten Schaltelemente durch zuverlässige Teile ersetzt werden. Dann sollten die Bahnschranken auch wieder reibungslos arbeiten.

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