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Eltern und Erzieherinnen haben etwas gegen KiBiz

SELM Sollen Eltern Betreuungsstunden buchen wie in der Muckibude? Sollen die Kindergärten je nach Bedarf Personal anfordern wie bei der Obst- oder Spargelernte?

08.08.2007

Solche Zustände fürchten Eltern und Erzieherinnen, wenn das neue Kinderbildungsgesetz Wirklickeit werden sollte, das die Landesregierung in NRW unter dem Kürzel "KiBiz" plant.

Gemeinsame Aktion

Unter dem Motto "So nicht, Herr Minister" formiert sich im ganzen Land Protest gegen das Vorhaben. Am Mittwoch  trafen sich auch die Selmer Kindergärten, um ihrem Unmut Luft zu machen und gemeinsame Aktionen vorzubereiten. In den Räumen des Kindergartens St. Fabian und Sebastian kamen die Erzieherinnen und Elternvertreterinnen zusammen.

"Sollte das Gesetz so umgesetzt werden, dann werden die Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen nicht besser, sondern noch schlechter. Und obendrein wird es für uns Eltern noch teurer", stellte Brigitte Rotte fest. Die 2. Vorsitzende des Fördervereins der Kita Konfetti hatte die Kindergärtnerinnen und Eltern zu dem Treffen zusammen getrommelt und dabei offene Türen eingerannt. Konkret bemängeln die Kritiker an dem Gesetzesvorhaben zum Beispiel:

Eltern sollen 19 statt bisher 13 Prozent der Betriebskosten decken, was zu einer Erhöhung der Beiträge führe.

Das Land kürze seit Jahren Sachkostenzuschüsse und wolle die Eltern nun auch hierbei zur Kasse bitten.

Für Gruppengrößen und -zusammensetzung soll es keine Vorgaben mehr geben.

Die Eltern sollen starre Betreuungskontingente, also feste Stundenzahlen im Voraus, buchen.

Protestbrief und Unterschriftensammlung

Mit einer Unterschriftensammlung sowie einem Protestbrief an NRW-Familienminister Armin Laschet und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers wollen die Selmer Kindergärten sich an den landesweiten Aktionen beteiligen. Den Brief haben die Selmerinnen gemeinsam aufgesetzt. Die Unterschriftenlisten werden in Kindergärten, bei der Familienbildungsstätte, bei Kinderärzten und an weiteren Stellen ausgelegt.

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