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Ergebnisse des Projektes „Kinder werden WortStark“

SELM Viele Kinder lesen heute zu wenig, bekommen auch von ihren Eltern nichts mehr vorgelesen. Die Folge: Defizite im Wortschatz, im mündlichen und schriftlichen Ausdrucksvermögen. Die Selmer BIB versuchte dem in den letzten sechs Monaten gemeinsam mit einer Projektgruppe des Kindergartens Konfetti gezielt entgegenzuwirken.

von Von Kevin Kohues

, 07.03.2008

Nun ist das Projekt „Kinder werden WortStark“ abgeschlossen – und hat eine Menge interessante Ergebnisse zutage gefördert. Acht Kinder im Alter zwischen vier und sechs wurden von den BIB-Mitarbeitern Margit Breiderhoff und Jasmin Simon sowie von Sigrid Matzner und Andrea Eckelt vom Kindergarten Konfetti betreut. Bilderbuchkino und Kartongeschichte „Wir haben gezielt Kinder mit sprachlichen Auffälligkeiten bzw. mit Migrationshintergrund ausgesucht“, erklärte Margit Breiderhoff. Die BIB-Leiterin bedankte sich bei Marketingleiter Gregor Zens von der Firma Gelsenwasser und dem Land NRW, „ohne deren Unterstützung dieses Projekt nicht zustande gekommen wäre.“ Entsprechend dem Konzept des Projekts wurden die Kinder an zehn Einzelterminen mit vielfältigen Maßnahmen im Hinblick auf ihre Sprach- und Lesefähigkeit gefördert. Zum Programm gehörten u.a. eine Sprachspielwerkstatt, ein Bilderbuchkino, eine Kartongeschichte, ein Fühlmemory und natürlich das Vorlesen von Geschichten. "Was ist ein Riesenrad?" Margit Breiderhoff: „Dabei wurden teils erschreckende Sprachdefizite deutlich. So konnten einige Kinder mit dem Wort ,Riesenrad‘ nichts anfangen oder wussten nicht, was Moos ist.“ Sigrid Matzner ergänzt: „Viele der Kinder waren zum ersten Mal in der BIB und ganz überrascht, dass es sie überhaupt gibt.“ Durch die regelmäßigen Besuche und Übungen sei aber viel hängen geblieben. „Die Kinder haben mich oft gefragt, wann wir wieder hingehen.“ Das Fazit des Projekts fällt trotz der aufgedeckten Defizite positiv aus. Elternhaus bleibt entscheidend Doch Margit Breiderhoff betont: „Riesige Sprachfortschritte sind bei den Kindern dadurch nicht zu erwarten. Denn natürlich können wir nur zum Lesen anregen. Entscheidend ist letztlich das Elternhaus.“ Das Projekt „Kinder werden WortStark“ sei nun zwar abgeschlossen, werde aber nachwirken. Schließlich wurden sehr viele Medien – nicht nur Bücher, sondern auch Gesellschaftsspiele – angeschafft. Und auch über künftige Nachmittagsangebote zur Sprachförderung wird nachgedacht.

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