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"Etwas ganz Besonderes"

SELM Für viele von uns bedeutet die Vorweihnachtszeit hausgebackenen Stress. Erst wenn an Heiligabend alle Geschäfte geschlossen haben, kehrt die Besinnlichkeit ein. Und wir genießen die freien Tage mit unseren Lieben.

von Von Heidi Tripp

, 23.12.2007

Für die Küsterin der evangelischen Gemeinde Pia Troiza sieht der Heiligabend seit ihrem Amtsantritt ganz anders aus. Denn vier sehr gut besuchte Gottesdienste werden an diesem Tag angeboten und zu ihren Aufgaben gehört es, alles vorzubereiten. "Der Heiligabend ist ein strammer Tag", sagt die Küsterin lächelnd und fügt hinzu: "Ich empfinde es aber nicht als Arbeit, sondern als Geschenk. Ich schaue nicht auf die Uhr, sondern ich erfreue mich daran, wenn die Menschen sich hier wohlfühlen und die Gemeinschaft erleben."

Herzblut

Mit viel Herzblut und Leidenschaft dekoriert die 48-Jährige das Gemeindehaus zu jedem festlichen Anlass. Sie entzündet die Kerzen, trägt Stühle und Tische, bereitet den Altar vor, verteilt Liederzettel und Kissen in den Bänken, stellt das Glockenläuten ein, heizt die Räumlichkeiten, begrüßt die Gläubigen und hat für jeden ein offenes Ohr. "Die Welt ist voll von Kindern, die Hunger leiden und noch nie einen Weihnachtsteller hatten. Das sollte man bei all dem Kommerz und Glamour rund ums Weihnachtsfest nicht vergessen. Auch in Selm gibt es Menschen, die den Cent drei Mal umdrehen müssen und nicht wissen, wie sie ihren Kindern die Weihnachtsgeschenke ermöglichen können", so Troiza, die sich wünscht, dass mehr Menschen das Weihnachtsfest bescheiden im Herzen und besinnlich begingen.

Es sei so unwichtig, welche Tischdecke auf dem Tisch liegt, Und wie viele Kugeln am Baum hingen. Nicht die Geschenke und das pompöse Familienspektakel, sondern das Besinnen auf Christi Geburt sollte im Vordergrund stehen. Sie begeht den Heiligabend im Kreise ihrer Familie nach der Christvesper um 18 Uhr und vor der um 23 Uhr stattfindenden Christmette.

Stille und Licht

Ihr Mann Peter und ihr ältester Sohn Anthony werden sie in ihrer heimischen Küche vertreten. Ihre Familie trage ihr Amt mit und unterstütze sie nach Kräften, erzählt die Küsterin. Anschließend kehrt sie in die Kirche zurück, um alle Räume mit Kerzen zu schmücken, damit die Besucher ein einladendes Gotteshaus vorfinden. "Ich habe den späten Gottesdienst schon immer geliebt. Die heilige Nacht empfinde ich als etwas ganz Besonderes. Für mich ist es eine heilige Nacht, weil sie angefüllt ist mit Stille und Licht", verrät Troiza, die am ersten Weihnachtsfeiertag schon wieder früh auf den Beinen sein wird, um mit ihrer Arbeit ihren Teil, zu einem unvergesslichen Fest der evangelischen Kirchengemeinde beizutragen.   

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