Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Geisterfahrer auf dem Drahtesel

SELM "Warum fahren Sie auf der falschen Seite?" Nach und nach hielten Polizeihauptkommissar Hermann Langhals und Polizeioberkommissar Dietbert Steiner Fahrrafahrer an. Zusammen mit vier weiteren Kollegen kontrollierten sie am Freitagmorgen Radfahrer auf der Kreisstraße.

von Von Malte Bock

, 12.08.2007
Geisterfahrer auf dem Drahtesel

Dietbert Steiner und Hermann Langhals ermahnen Fahrradfahrer, die den Radweg an der Kreisstraße entgegen der Fahrtrichtung nutzten.

Ihr Hauptaugenmerk richteten die Polizisten dabei auf Fahrradfahrer, die den Radstreifen entlang der Kreisstraße entgegen der Fahrtrichtung nutzten. 42 "Übeltäter" konnten die Beamten in nur eineinhalb Stunden stoppen. Die "üblichen" Reaktionen zeigten die ertappten Radfahrer nach einer mündlichen Verwarnung. "Ja, ich weiß", laute immer wieder die Antwort, erzählte Hermann Langhals. "Ich kann schlecht laufen" oder "Ich komme gerade hier vorne vom Friseur", versuchten sich die Radfahrer zu rechtfertigen. Doch Ausreden wollten die Polizisten nicht hören.

Unfälle häufen sich

Aufgefallen war nämlich einer Unfallkommission, die sich aus Mitgliedern der Kreispolizeibehörde, dem Kreis Unna, der Bezirkregierung Arnsberg, der Stadtbetriebe Selm und dem Baulastträger zusammensetzt, eine vermehrte Häufung von Unfällen mit Zweirädern. "Gerade der Einmündungsbereich Kreisstraße/Neue Werner Straße ist ein Unfallhäufungspunkt", erklärte Gerd Werminghaus, der bei den Stadtbetrieben zuständig für Verkehrslenkung und -sicherung ist.

Falsche Seite

Trotz eindeutiger Verkehrsführung nutzen Fahrradfahrer häufig den Radweg auf der falschen Seite. Sogar farblich markierte Richtungspfeile auf der Straßendecke weisen ihnen in diesem Bereich den richtigen Weg - trotzdem komme es immer wieder zum Fehlverhalten. "Oftmals allein aus Bequemlichkeit", betonte Gerd Werminghaus. Zur Entzerrung dieses Knotenpunktes sieht der Mitarbeiter der Stadtbetriebe einen Kreisverkehr als Lösung. "Es handelt sich hier um einen defizitären Verkehrsraum, an dem der Fehler verzeihende Spielraum aufgebraucht ist", so Werminghaus.

Kamen die Fahrradfahrer diesmal noch mit einer mündlichen Ermahnung davon, so kann sich das in Zukunft auch ändern. 15 Euro werden normalerweise für ein solches Fehlverhalten fällig. Im Blick werden die Polizisten auch die Situation auf der Ludgeristraße und der Breiten Straße haben. Hier benutzen Fahrradfahrer nämlich immer wieder verkehrswidrig die schmalen Gehwege.

Lesen Sie jetzt