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Gymnasium: Lateinlehrer sind Magelware

SELM Erst im Januar bekam das Städtische Gymnasium das Gütesiegel "Individuelle Förderung" vom Land Nordrhein-Westfalen verliehen. Mit der individuellen Förderung sieht es gerade im Latein-Bereich am Gymnasium zurzeit aber eher schlecht aus.

von Von Malte Woesmann

, 17.08.2007
Gymnasium: Lateinlehrer sind Magelware

Ulrich Walter, Leiter des Selmer Gymnasiums.

Denn seit Beginn dieses Schuljahres gibt es Lateinkurse, die bis zu 35 Schüler belegen. "Ich kann leider nichts dagegen machen. Mir sind die Hände gebunden", sagt Schulleiter Ulrich Walter auf Anfrage unserer Zeitung. Da zwei Lateinlehrerinnen sich im Erziehungsurlaub befinden, gibt es derzeit einen Engpass für dieses Fach.

Großer Kurs musste genehmigt werden

"Das Problem ist, dass es keine Lateinlehrer auf dem Markt gibt", so Walter weiter. Selbst wenn er die finanziellen Mittel hätte, würde er keinen zusätzlichen Lateinlehrer bekommen. Daher ergibt sich die Notsituation am Gymnasium. Den Kurs mit 35 Schülern hat sich Walter auch von der Schulaufsicht in Arnsberg genehmigen lassen.

Nach den Herbstferien im Oktober wird sich die Situation laut Walter jedoch entspannen. "Das ist jetzt ein kleiner Engpass unter dem die Schüler nicht leiden werden", so Walter. Nach den Ferien kehrt eine Lehrerin aus dem Erziehungsurlaub mit sechs Stunden in der Woche an die Schule zurück. Ebenfalls besteht in Kürze die Möglichkeit, eine Referendarin im Fach Latein einzusetzen. Dann werden die großen Kurse geteilt, so dass nur noch ca. 22 Kinder in einem Kurs sitzen werden.

Schulleiter: Keine Gefahr für das Gütesiegel

Für das verliehene Gütesiegel sieht Walter keine Gefahr. "Individuelle Förderung wird ja nicht nur von Lehrern vermittelt", so der Schulleiter. Auch von Oberstufenschülern oder mittels Selbststudium wird Förderung den Schülern zuteil.

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