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Immer wieder Chaos

Selm An den Selmer Bahnübergangen sind die Autofahrer an Überraschungen gewöhnt. Am Donnerstag war es mal wieder soweit. Zwischen 12 Uhr und 12.45 Uhr blieben die Schranken an Sandforter Weg unten.

31.08.2007

Das übliche Durcheinander war die Folge. Die Polizei kam, um den Verkehr zu regeln. Lokführer meldeten den Vorfall an den Fahrdienstleiter im Stellwerk. Der reagierte und die Schranke hob sich nach einer knappen Dreiviertelstunde wieder. Aber über die Ursache des Störfalls rätselten die Fachleute noch gestern. "Unsere Techniker sind dabei, den Fall zu untersuchen", teilte Bahnsprecher Thorsten Nehring gestern auf Anfrage mit.

Das Schrankenproblem vom Donnerstag ist in Selm kein Einzelfall. Immer wieder kommt es aus unterschiedlichen Gründen zu Verkehrsproblemen. Das Lokalarchiv unserer Zeitung spuckt für die Übergänge Sandforter Weg und Olfener Straße ein rundes Dutzend Fälle allein für die beiden letzen Jahre aus.

Mal sind die Schranken blockiert und bleiben unten, obwohl kein Zug kommt. Manchmal ist es auch umgekehrt. Zum Beispiel am 12. Mai dieses Jahres. Da blieben die Schranken wegen Wartungsarbeiten den ganzen Tag oben. Die Züge hielten an, gaben laut Signal und fuhren vorsichtig weiter. Bahnsprecher Gerd Felser bezeichnete dies als "geordnetes Verfahren". Viele Autofahrer sahen es anders. Die Polizei wurde mehrfach gerufen. Die Bahn hatte es nicht für nötig gehalten, die Öffentlichkeit vorab zu informieren.

Am Sandforter Weg notierte unsere Zeitung u.a. folgende Fälle: Am 22. November 2006 blieben die Schranken wegen einer technischen Störung für eine knappe Stunde geschlossen. Viele Autofahrer wollten nicht warten, sondern drehten um. Andere fuhren Slalom durch die Halbschranken.

Am 11. Juli 2006 hieß es: "Schranke geschlossen, aber kein Zug in Sicht. Dies erlebten viele Bürger am Bahnübergang Sandforter Weg. Es bildeten sich lange Staus. Diese lösten sich erst auf, als sich die PKW-Fahrer entschlossen, unter Anweisung zwischen den geschlossenen Schranken her zu fahren."

Bahnsprecher Thorsten Nehring hält die Situation in Selm nicht für ungewöhnlich. Die Häufigkeit der Störungen sei im Vergleich zu anderen Bahnübergangen statistisch nicht auffällig. mam

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