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Jugendamt bestreitet Vorwürfe

SELM Dass das Jugendamt der Stadt Selm im Fall Christopher nicht tätig geworden ist, bestreitet der Leiter des Amtes, Franz Schrade, energisch. "Diese Aussage stimmt so nicht", sagt er. Bereits seit Jahren würde sich das Jugendamt um die Familie kümmern. Auch Mechthild Unrast, die Leiterin des Allgemeinen Sozialen Dienstes, bestreitet ein Fehlverhalten.

von Von Malte Woesmann

, 10.03.2008
Jugendamt bestreitet Vorwürfe

Jugendamtsleiter Franz Schrade.

 "Bei dem Gespräch Mitte Dezember wurde ja ein Folgetermin vereinbart", so Unrast. Dieser wurde für den 9. Januar ausgemacht. Die Sachbearbeiterin, mit der Sophie Kretzschmar gesprochen hatte, hätte zudem keine Kenntnis von der Vorgeschichte gehabt. "Sonst hätte sie den Fall auch an mich weitergeleitet", sagt Mechthild Unrast. In dem Gespräch sei zudem der Ernst der Lage nicht deutlich gemacht worden. "Sonst wären wir hundertprozentig eingeschritten", so die Leiterin des Sozialen Dienstes weiter. Außerdem hätte die Mutter ja auf einen früheren Termin drängen können.

Geistige Behinderung

Nach den Vorfällen am 3. Januar, als Christopher seine Mutter angegriffen hatte, kümmerte sich Mechthild Unrast persönlich um den Fall. "Ich bin ja sogar mit nach Hamm gefahren. Bewusst haben wir sogar auf einen Krankenwagen verzichtet", erinnert sie sich. Während des Aufenthaltes in Hamm wurden dann verschiedene Gutachten erstellt. Aus diesen ging hervor, dass Christopher an einer geistigen Behinderung leidet und eine 24-stündige Betreuung sinnvoll wäre. "In so einem Fall sind wir dann auch nicht mehr verantwortlich, sondern der Landschaftsverband Westfalen-Lippe", berichtet Franz Schrade. Den Fall habe man dann sofort an den Landschaftsverband weitergeleitet. Der LWL habe dann abschließend die Einrichtung in Witten empfohlen.

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