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Kein Kind ohne Mahlzeit

SELM Eine Teilnahme von Schülern an einem offenen Ganzstagsbetrieb soll nicht an fehlenden Geldmitteln der Eltern für die tägliche Mahlzeit scheitern. Dies ist das Ziel der Landesregierung, die so erst einmal für zwei Jahre das Programm "Kein Kind ohne Mahlzeit" eingeführt hat. Auch in Selm melden Eltern ihre Kinder für das Angebot der Offenen Ganztagsschule (OGS) aufgrund der Kosten für das Mittagessen nicht an.

von Von Theo Wolters

, 28.08.2007
Kein Kind ohne Mahlzeit

1. Beigeornete und Kämmerin Sylvia Engemann.

Es ist aber nicht einfach, Mittel aus dem Porgamm zu erhalten. Denn ein Landeszuschuss wird nur gezahlt, wenn gleichzeitig die Kommune einen Anteil übernimmt. Dies ist aber eine neue freiwillige Leistung der Kommune. Diese sind bei einer Stadt wie Selm mit einem Haushaltssicherungskonzept aber nicht gestattet. Der Eignenanteil müsste so unter anderem durch Sponsoren aufgebracht werden.

Jugendhilfeausschuss will Teilnahme

Der Jugendhilfeausschuss beschloss am Montag aber trotz dieser aufgebauten Hürde bei seiner Sitzung in der Burg Botzlar die Teilnahme. Verwundert zeigten sich Verwaltung und Politik zwar darüber, dass der Eigenanteil als freiwillige Leistung angesehen wird, aber man war sich einig, zu versuchen, den kommunalen Anteil auf andere Weise aufzubringen.

100 berechtigte Kinder pro Schuljahr

Nach Schätzung der Verwaltung wird es sich um etwa 100 berechtigte Kinder pro Schuljahr handeln. Die Stadt wird so 20000 Euro vom Land erhalten, wenn sie gleichzeitig selbst 10000 Euro aufbringt. Beigeordnete Sylvia Engemann erklärte, die Verwaltung stehe in Verhandlungen über mögliche Spendenbeiträge. "Die Sparkasse Lünen-Selm hat zugesagt, sich zu beteiligen." In welcher Höhe stehe noch nicht fest, da müssten erst die Gremien der Sparkasse entscheiden. Die Stadt werde wie bisher 2000 Euro leisten. Weitere Spenden müssten aber noch aufgebracht werden. "So können Patenschaften übernommen werden." Die Mittel wird die Stadt dem Trägerverein der OGS weiterleiten. Engemann: "Jeder Bürger und jedes Unternehmen kann sich beteiligen." Der Trägerverein könne auch Spendenbescheinigungen ausstellen.

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