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Kindernetzwerk: "Man wollte uns nicht"

SELM Das Kindernetzwerk, das in den letzten Jahren immer wieder für politische Diskussionen gesorgt hat, gehört seit einigen Wochen der Vergangenheit an. Die Räume im Jugendheim, in denen in den letzten Jahren bis zu 40 Kinder betreut wurden, werden bereits anders genutzt. Bei einem allerletzten Treffen stellte die Vorsitzende Ulrike Kern-Heimann fest: "Man wollte uns nicht."

von Von Theo Wolters

, 09.10.2007
Kindernetzwerk: "Man wollte uns nicht"

Ulrike Kern-Heimann (l.) freute sich, beim Abschlussfrühstück den ehemaligen Stadtdirektor Peter Vaerst und die UWG-Fraktionsvorsitzende Maria Lipke begrüßen zu können.

Die Vorsitzende Ulrike Kern-Heimann hatte Freunde und Förderer zu einem letzten gemeinsamen Frühstück eingeladen. Unter anderem folgte der ehemalige Stadtdirektor Peter Vaerst der Einladung. „In den vielen Jahren unseres ehrenamtlichen Engagements für Kinder insbesondere aus benachteiligten Familien haben wir alles erfahren. Häme und Missgunst, Unterstellungen jeder Art, penibles Nachkarten noch so kleinster Fehler, arrogante Beratung von oben herab“, so Ulrike Kern-Heimann. Nur eins sei nicht möglich gewesen. „Vorbehaltlose Unterstützung für ehrenamtlich Tätige, für Selmer Bürger, die nicht tatenlos zusehen wollten, wie Kinder von überforderten Eltern um ihre Chancen in unserer Gesellschaft gebracht werden.“  Stadt habe die schwierigen Umstände nicht gesehen Dass das Kindernetzwerk sich eine sehr schwieriges Klientel ausgesucht habe, sei dem Verein von Anfang an bewusst gewesen. „Auch dass wir es mit gerade sehr unzuverlässigen Partnern zu tun haben, die als Eltern schon bei nichtigen Alltagsproblemen versagen und z.B. ihre Kinder nicht wie vereinbart zur Betreuung bringen, haben wir geahnt.“ Dass diese schwierigen Umstände aber bei Verantwortlichen in der Stadt nicht gesehen wurden, mache den Verein noch heute bestürzt. „Wie soll denn bei diesen Problemen beispielsweise eine durchgängig nachweisbare Betreuungsanzahl nachgewiesen, wie verlässliche Planzahlen genannt werden“, fragt die Vorsitzende. Nachhaltiger Eindruck sei, man sei nur lästig gewesen. „Man wollte uns nicht, selbst wenn man gleichwohl das von uns angebotene Betreuungsangebot mit hauptamtlichen Kräften gar nicht vorhalten kann.“ Dank für die Unterstützer Die Vorsitzende dankte all denjenigen, die sich immer vorbehaltlos für das Kindernetzwerk eingesetzt haben. „Abschließend wünschen wir uns wachsame Bürger und Eltern, die das weitere Geschehen im Hinblick Zukunft unserer Kinder und Jugendlicher in Selm weiter kritisch verfolgen werden.“

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