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Knochenreste und Keramikscherben führen zu Sage um Graf Walfried

BORK Der Sage um das Haus Dahl in Altenbork ist Manfred Kreibich auf der Spur. Zusammen mit seinem Freund Dr. Hans Rohmann stieß der Hobbyarchäolog bei einer Begehung des vermuteten ersten Standortes des Hauses Dahl Keramikscherben und Knochenreste aus dem Mittelalter.

von Von Malte Woesmann

, 18.08.2007

Das nahmen sie zum Anlass, die alter Dahler Sage auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. "Die Funde werden noch in Münster untersucht. Die genannte Datierung konnte aber bereits festgestellt werden", so Kreibich. Ein halbes Jahr Recherche nahmen Kreibich und Rohmann auf sich, um hinter das Geheimnis des Hauses Dahl zu blicken. Dafür besuchten sie natürlich auch das alte Gut, die ehemalige Wasserburg, in Altenbork, mit seinem Pächter H. Degen und nahmen es genau unter die Lupe. Sie durchsuchten Archive und befassten sich mit Fachlektüre um Anhaltspunkte über den Wahrheitsgehalt der Sage zu finden. Zehn Seiten haben die beiden Hobbyarchäologen so zusammengetragen, die mit vielen Bildern im nächsten Vestischen Kalender, dem Jahrbuch des Kreises Recklinghausen, erscheinen werden. Bevor der Band im Spätherbst erscheint, will Kreibich zusammen mit Freund Rohmann versuchen die historische Renaissance-Fassade des Hauses Dahl mit einer Farbzeichnung zu rekonstruieren. Es soll dann so aussehen, wie vor einigen Jahrhunderten.

Historische Übereinstimmungen mit der Sage

Bei seiner jetzigen Recherche kam Manfred Kreibich zu vielen historischen Übereinstimmungen mit der Sage. Dazu zählen die Bausubstanz des heutigen Hauses Dahl, die eigenen und Funde aus dem 19. Jahrhundert, Urkunden und Verträge aus der Vergangenheit und noch einiges mehr. Aber, so Kreibich, fehlt dieser Kette von Indizien das letzte Glied, ein schriftlicher Beleg, der den Umzug des Herrensitzes vom Süd - auf das Nordufer der Lippe direkt bestätigt. So hat die Sage vom alten Haus Dahl noch nicht alle Geheimnisse verloren. 

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