Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

"Muttertage" in Selm

SELM Es war keine Überraschung mehr: Der Rat beschloss gestern mit den Stimmen der CDU und SPD, sich der Beratung von Michael Mutter zu bedienen. Die UWG erneuerte dagegen ihre Kritik an dem Einsatz des externen Beraters.

von Von Theo Wolters

, 14.12.2007
"Muttertage" in Selm

UWG-Ratsherr Peter Sowislo überreichte Bürgermeister Jörg Hußmann zum Thema externe Beratung den Bestseller von Thomas Leif "Beraten und verkauft".

FDP-Ratsherr Klaus Kückcking stimmte ebenfalls zu. Allerdings teilte FDP-Vorsitzender Thomas Staschat unserer Zeitung mit, dies sei die persönliche Meinung des Ratsherrn.  Die UWG ist erwartungsgemäß gegen die Verwaltungsvorlage. "Wir machen dies nur auf Anordnung der Aufsichtsbehörden. Diese möchten, dass sich Selm etwas Luft verschafft," so UWG-Fraktionsvorsitzende Maria Lipke. Das Grundproblem, nämlich eine vernünftige finanzielle Grundausstattung, könnte dieser Berater auch nicht lösen.

Verwunderung über fehlende Stellungnahme

Maria Lipke wunderte sich über eine fehlende Stellungnahme des Personalrats bei der Vorlage, in der die Beratung abgelehnt wird. In der Stellungnahme, die unserer Redaktion vorliegt, heißt es: "Die hiesige Personalabteilung ist unseres Erachtens ausreichend qualifiziert, um entsprechende Einsparungen aufzuzeigen, die auch in nächster Zukunft den gewünschten Erfolg bringen können."

Herbert Kursel war sehr erstaunt

Die Erklärung lag wohl nur der UWG vor. CDU-Ratsherr Herbert Kursel war dann auch sehr erstaunt. "Es wäre besser gewesen, wenn wir alle auf dem selben Informationsstand wären." Bürgermeister Jörg Hußmann erklärte, er habe keine Veranlassung zur Verteilung der Erklärung gesehen. "Der Personalrat ist von Beginn an mit im Boot gewesen und wird es auch weiterhin sein."

SPD-Fraktionsvorsitzender Mario Löhr erwähnte, der frühere Fraktionsvorsitzende Klaus Backhaus habe bereits im März bei seiner Haushaltsrede eine externe Beratung gefordert. "Dieser nun folgende Prozess sollte aber transparent sein. Wir müssen die Bürger von Beginn an mit einbeziehen."

Lesen Sie jetzt