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Mythen, Märchen und Musik im Schloss Cappenberg

CAPPENBERG Von Selb nach Selm ist es ein kurzer Weg im Alphabet. Ab Sonntag (9. März) gilt das ein Vierteljahr lang auch für die Kunst. Denn das Atelier des Künstlers Björn Wiinblad wurde in der fränkischen Pozellanstadt Selb ab und auf Schloss Cappenberg (Stadt Selm) originalgetreu wieder aufgebaut. Es ist Teil der neuen Ausstellung des Kreises Unna.

von Von Matthias Münch

, 07.03.2008
Mythen, Märchen und Musik im Schloss Cappenberg

Ausschnitt aus einem Gobelin.

Seinen internationalen Durchbruch schaffte Björn Wiinblad mit wundervollen Musikplakaten. In Deutschland wurde er vor allem als Porzellan- und Keramik-Designer berühmt. Sozial engagierter Weltbürger Mit Wiinblad präsentieren die Ausstellungsmacher des Kreises Unna einen der vielseitigsten und zugleich menschenfreundlichstem Künstler des 20. Jahrhunderts. Denn geschätzt wurde er weltweit auch als charmanter Gastgeber und sozial engagierter Weltbürger. Unter anderem schuf er ein viel beachtetes Plakat für die Paralympics 1988 in Seoul.

Am Freitag stellte Thomas Hengstenberg, Fachbereichleiter Kultur beim Kreis Unna, das neue Projekt auf Cappenberg vor. Ihm zur Seite stand Wolfgang Faßbender als Kurator der Ausstellung und langjähriger Wegbegleiter des Künstlers.

"Mythen, Märchen und Musik" lautet der Titel der Ausstellung. Damit wird zugleich umrissen, woher Björn Wiinblad seine Inspirationen nahm: nicht aus der Natur und dem Alltag der Gegenwart, sondern aus der Literatur und der klassischen Musik. Die Geschichten aus 1000 und einer Nacht hatten es ihm genauso angetan wie Mozarts Kompositionen. Eine ganze Porzellan-Kollektion ist der Zauberflöte gewidmet.

Atelier der Porzellanmanufaktur nachgestellt

Fast ein halbes Jahrhundert lang arbeitete der 1918 in Kopenhagen geborene und im Jahr 2006 verstorbene Wiinblad als freier Designer für die Porzellanmanufaktur Rosenthal. Mit Philip Rosenthal verband ihn eine enge Freundschaft. Eines seiner Ateliers steht auf dem Firmengelände der Rosenthal AG in Selb. Es wurde auf Schloss Cappenberg originalgetreu nachgestellt.

Weit über die Porzellanmalerei hinaus schuf Wiinblad Werke unterschiedlichster Techniken. Die Schaffenskraft des Multitalents erstreckte sich auf Briefmarken und Plakate, Theater- und Ballettinszenierungen, Buchillustrationen, Bronzen, Gobelins, Möbel, Stoffe, Tapeten und vieles mehr.

Die Ausstellung ist bis zum 8. Juni geöffnet und wird danach wieder aufgelöst.

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