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Oase für Hobby-Automechaniker

SELM Die meisten Kunden, die die Selfmade Garage in der Luisenstraße aufsuchen, tun das nicht nur einmal für eine unausweichlich gewordene Reparatur. Für viele ist das Schrauben und Werkeln an ihren Autos zu einem richtigen Hobby geworden, für das die Mietwerkstatt genügend Freiraum bietet.

von Von Anna-Kathrin Gellner

, 05.10.2007

Auch an diesem Samstagmorgen wird schon eifrig repariert, geschweißt und geschraubt. Beide Hebebühnen sind besetzt. Einer der Bastler ist Michael Völkner, der an diesem Tag die Bremsen seines Autos erneuert. "Ich bin oft hier, eigentlich jede Woche", erzählt er. Man kann sehen, dass in seinem getunten Auto viel Arbeit steckt.

Die Scheu erst überwinden

"Bisher hatten wir keinen Kunden, der nur einmal hier war", erzählt Christoph Völkner, der die Selfmade Garage zusammen mit René Schmidt leitet. Dieser bedauert, dass viele Menschen zunächst eine große Scheu haben, die Mietwerkstatt aufzusuchen, vielleicht auch aus Angst, dass das eigene technische Können nicht ausreicht oder man sich blamieren könnte. Dabei ist jeder willkommen, auch die, die bei Reparaturen auf Hilfe angewiesen sind. "Wir stehen immer mit Rat und Tat zur Seite", betont der gelernte KfZ-Mechaniker Völkner, "und es ist jederzeit einer von uns in der Werkstatt anzutreffen." René Schmidt, der Gas- und Wasserinstallateur gelernt hat, pflichtet ihm bei.

Kunde und Inhaber sind Kollegen

Zwischen den Stammkunden und den beiden Inhabern herrscht inzwischen ein kollegiales Verhältnis und großes Vertrauen. "Wenn einer unserer Kunden mit seinem Auto liegen bleibt, schleppen wir das Fahrzeug ab", sagen sie. Auf dem Handy sind sie jederzeit erreichbar.  

Die beiden Männer, die sich schon seit der Schulzeit kennen, haben mit der Idee der Mietwerkstatt ihr Hobby zum Beruf gemacht. Und sie können sich nicht über mangelnden Zulauf beschweren. Die Selfmade Garage ist die einzige Werkstatt dieser Art in der näheren Umgebung. René Schmidt bedauert, dass sie in Selm trotzdem noch gar nicht so bekannt sei. "Viele unserer Kunden kommen von weiter her, beispielsweise aus Dülmen, Senden oder Dortmund", sagt er.

Günstig und sicher

Doch es sind nicht nur kleinere Reparaturen, die hier vorgenommen werden, sondern auch weitgehende Restaurationen. Das passende Werkzeug hält die Selfmade Garage dafür bereit - es gibt zwei Hebebühnen, einen Motorkran, eine 20 Tonnen-Presse und noch vieles andere, was das Herz eines jeden 'Autoschraubers' höher schlagen lässt.

Den beiden Inhabern ist wichtig, dass mit dem Klischee der 'Bastelbude' aufgeräumt wird. "Es geht professionell zu. Außerdem achten wir darauf, dass hier niemand mit fehlerhaften Fahrzeugen die Werkstatt verlässt, denn die Sicherheit liegt uns sehr am Herzen", so René Schmidt. Die Entscheidung, die Reparatur seines Fahrzeugs selbst in die Hand zu nehmen, birgt also kein Risiko und ist zudem wesentlich günstiger.

Und es gibt eben auch nichts Schöneres als am späten Abend - zwar selbst müde und erschöpft, aber stolz - mit einem selbst reparierten Auto die Werkstatt zu verlassen.

  

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