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Overbergschule: Auch kleinere Klassen möglich

SELM Es ist keineswegs ausgemachte Sache, dass an der Overbergschule im nächsten Schuljahr drei große Klassen mit fast 30 Kindern gebildet werden. Dies stellten jetzt Schulleiterin Birgit Lücking-Pahone und Konrektorin Monika Zientz in einem Gespräch mit unserer Zeitung fest.

von Von Matthias Münch

, 09.12.2007
Overbergschule: Auch kleinere Klassen möglich

Birgit Lücking-Pahone.

Die Pädagoginnen möchten für eine Versachlichung der Schuldiskussion in Selm sorgen. Denn in letzter Zeit sei viel mit Zahlen hantiert worden, die Eltern nur verunsichert hätten. "Leider ist während der ganzen Auseinandersetzung niemand von der Bürgerinitiative oder von der UWG auf uns zugekommen, um ein Gespräch zu suchen. Aber geredet haben sie viel über uns", stellt Birgit Lücking-Pahone fest. Zuletzt war in der Sitzung des Selmer Schulausschusses wieder von 30er-Klassen an der Overbergschule die Rede, wenn Kinder dorthin wechseln, die von der Ludgerischule abgewiesen werden müssen.

Pädagogische Abwägung

Das sei nicht korrekt, so Monika Zientz. Denn es sei der Schule vollkommen frei gestellt, ob sie drei große oder vier kleine Klassen bildet, solange die Klassenstärke über 18 liege. "Es ist letztlich eine Frage der pädagogischen Abwägung", betonen Rektorin und Konrektorin übereinstimmend. Natürlich sei mit vier kleineren Lerngruppen besser zu arbeiten. Andererseits habe man bei drei größeren Gruppen Personal frei für individuelle Förderung von Kindern.

Einfluss durch Anmeldeverhalten

Birgit Lücking-Pahone weist darauf hin, dass Eltern mit ihrem Anmeldeverhalten auch die Klassengröße an den Schulen beeinflussen könnten. Zwar ist die Ludgerischule auf maximal Dreizügigkeit festgelegt, so dass die Klassen so lange 30-köpfig sind wie 90 oder mehr Kinder dort angemeldet werden.

Das trifft aber nicht auf die Overbergschule zu. Sie kann problemlos vierzügig gefahren werden, was in einigen Jahrgängen auch schon öfter der Fall war. Kein Beschluss steht dem entgegen. Das Raumprogramm ist dafür völlig ausreichend.

Neue Entscheidung

Sollten sich also zum Beispiel 10 oder 15 Eltern, die ihre Kinder an der Ludgerischule angemeldet haben, für die Overbergschule umentscheiden, was durchaus noch möglich ist, dann gibt es überall kleinere Lerngruppen: drei Klassen mit deutlich weniger als 30 Schülern an der Lutherschule und vier kleine Klassen an der Overbergschule. Beide Schulen sind hoch qualifiziert. Beide arbeiten im ausgezeichneten Selmer Ganztagsprogramm zusammen. Und in beiden Schulen gilt sicherlich das, was für Birgit Lücking-Pahone und Monika Zientz das Wichtigste ist: "An erster Stelle steht das Kind."

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