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Pater Josef begeht stilles Silvester

SELM Sekt, Raketen und Trubel - so begehen die meisten Menschen den Jahreswechsel. Das ist nichts für Pater Josef, Pastor der St. Josefs-Gemeinde. Er macht sich ganz andere Gedanken zu Silvester.

von Von Malte Bock

, 30.12.2007
Pater Josef begeht stilles Silvester

Pater Josef.

Er begeht den Jahreswechsel stets „etwas ruhiger“. „Man sollte nicht abhängig von dem sein, was alle machen“, sagt er. Auch die Vorstellung der Menschen, mit dem Jahreswechsel eine neue Zeit einzuläuten, teilt Pater Josef nicht. „Die Zeit ändert sich nicht“, betont er und verweist auf ein Gedicht von Gottfried Keller mit dem Titel „Die Zeit geht nicht“.

Die Zeit auskosten

Seit langem ärgert es Pater Josef bereits, dass die Menschen ihre Zeit nicht auskosten. Er dagegen habe ein neues Verhältnis zur Zeit gewonnen. „Die Menschen sollten kommunizieren, nicht nur über Kommunikationsmittel verfügen.“ Auch das Feuerwerk in der Silvesternacht sieht der Geistliche differenziert: „Die Menschen flüchten sich in Lärm, um ja nicht die Stille aushalten zu müssen.“ Eine Freude wäre es für ihn, wenn die Menschen lernen würden, mit weniger zufrieden zu sein. „Man soll sich nichts vornehmen, man soll leben.“ Ein Glas Sekt zur Mitternacht, mehr wird es bei Pater Josef nicht sein. „Meistens gehe ich dann noch vor die Tür und spende einen Segen“, sagt er.

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