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"Reiseleitung" in Hamburg

SELM Seit 100 Tagen ist Sophia Pötter inzwischen in der Weltgeschichte unterwegs. Zuletzt führte sie ihre Reise fast wieder vor die Haustür nach Erfurt und Uelzen in Deutschland sowie ins belgische Antwerpen.

23.10.2007

Die 22-jährige Selmerin reist seit Anfang Juli mit einer Gruppe des internationalen Bildungsprogrammes "Up with People" (UWP) um die Welt. Sie wohnt in Gastfamilien, beteiligt sich an sozialen Projekten und führt die "UWP-Show"  - Musik und Tanz - mit auf. Nach Aufenthalten in den USA, Thailand, Finnland und Schweden (wir berichteten) standen nun die Stationen Deutschland und Belgien auf dem Programm.

Geniale Gastfamilie

In der "genialen" (O-Ton Sophia) Gastfamilie im niedersächsischen Uelzen fühlte sich die Selmerin ganz wie zu Hause. Für eine besondere Überraschung sorgte ihre allererste Gastmutter aus Denver/Colorado, die zur gleichen Zeit in Dänemark zu Besuch war und einen Abstecher nach Uelzen machte.

Abstecher zur Reeperbahn

Im nahe gelegenen Hamburg war Sophia einen Tag lang mit vier asiatischen Mädels unterwegs. "Das sah aus, als wäre ich der Tour-Guide mit den Touristen. Es fehlte nur noch das Schild in der Hand", lacht die 22-Jährige. Nach der Besichtigung der Stadt und des Hafens machte die Gruppe natürlich auch einen Abstecher zur Reeperbahn - "das war aber harmlos tagsüber", berichtet Sophia.

Politische Rebellen

In Erfurt freute sie sich über Besuch von ihrer Familie und Freundin Ines. Zuvor arbeitete sie mit Jugendlichen in einem Graffiti-Workshop. "Außerdem haben wir an einem Tag die Ex-Stasi-U-Haft besichtigt", erzählt die Selmerin und nahm bleibende Eindrücke mit: "Dort gab es einen speziellen Teil des Gefängnisses, der zu DDR-Zeiten nur für politische Rebellen genutzt wurde. Wir sprachen mit zwei Ex-Insassen, die ihre Geschichte mit uns teilten.

Stasi-Gefängnis

Der eine rebellierte gegen das Regime und wurde gefangen genommen, später aber von Leuten aus dem Westen freigekauft. Er konnte dann in den Westen ziehen und dort bis zum Mauerfall leben. Es war schon interessant zu hören, warum und unter welchen Umständen man in das Gefängnis kam."

Schokolade und Bier

Die letzte Woche verbrachte Sophia dann in Belgien - laut eigener Auskunft dem "Land der besten Schokolade und der meisten Biersorten". In Antwerpen besuchte sie an einem Tag eine Schule für Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung. "Ich habe mich vor allem mit zwei Jungen im Rollstuhl beschäftigt. Mit dem einen ließ es sich super tanzen - Rollstuhltanz kann ich nur empfehlen", lacht Sophia. Der andere habe ihr gezeigt, wie er seinen Computer zur Verständigung nutzt. "Es wurde viel gelacht und mir wurde einmal mehr bewusst, warum ich doch Sonderpädagogik studiere."

Reise über den großen Teich

Mittlerweile ist sie schon wieder unterwegs, und wieder führt sie ihre Reise über den großen Teich. Nach Denver stehen nun Stationen in den Staaten Georgia, North Carolina, Maryland, Rhode Island, Connecticut, New York, New Jersey und Maine auf dem Plan, ehe Sophia am 10. Dezember nach Deutschland zurückkehrt.

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