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SPD bläst zum Sturm

SELM Mario Löhr möchte im kommenden Jahr Bürgermeister werden. Dies teilte der SPD-Fraktionsvorsitzende am Freitagabend auf der Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins Selm mit. Der 36-Jährige äußerte sich optimistisch für die Kommunalwahlen 2009.

von Von Theo Wolters

, 09.03.2008
SPD bläst zum Sturm

Mario Löhr (l.), Anwärter auf das Bürgermeisteramt, und Landtagsabgeordneter Rainer Schmeltzer blicken zuversichtlich in die Zukunft.

"Es ist mein persönliches Ziel, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren, damit es wieder einen SPD-Bürgermeister in Selm gibt." Mario Löhr, er ist Vorsitzender der Ratsfraktion, des SPD-Stadtverbands und auch des Ortsvereins Selm, erklärte, er wüsste, dass dies viel Arbeit in den kommenden Monaten bedeuten würde. "Ich brauche eure Unterstützung", appellierte Mario Löhr an die Sozialdemokraten auf der gut besuchten Mitgliederversammlung im Selmer Hof.

100 Prozent der Stimmen

Und die Selmer Sozialdemokraten sagten ihm nicht nur die volle Unterstützung zu, sondern zeigten mit einem beeindruckenden Wahlergebnis auch, dass sie hinter der Kandidatur stehen. Bei der Wahl zum Ortsvereinsvorsitzenden erhielt Mario Löhr in geheimer Abstimmung 51 von 51 möglichen Stimmen. Selten hat es bei den Sozialdemokraten ein so deutliches Ergebnis gegeben.

"Mario wäre auch bei einer vorgezogenen Wahl unser Kandidat gewesen", erklärte Udo Holz von der Findungskommission. Auch jetzt gebe es nur einen möglichen Kandidaten, dieser sei Mario Löhr. "Wir haben auch bereits einen Slogan in Anlehnung an die Handballweltmeisterschaft ausgesucht", so Udo Holz. "Wenn nicht jetzt, wann dann", könne der Wahlkampfspruch heißen.

Von glattem Ergebnis beeindruckt

Mario Löhr war von dem eindeutigen Ergebnis beeindruckt. "Ich möchte mit eurer Unterstützung nun versuchen, dass wir wieder einen sozialdemokratischen Bürgermeister erhalten." Die Arbeit in den letzten zwei Jahren habe gezeigt, es sei richtig gewesen, wieder mehr auf die Bürger zuzugehen. Dies wolle man fortsetzen. "Wir haben uns bei mehreren Sitzungen mit möglichen Wahlen beschäftigt." Die SPD hätte auf jede Situation reagieren können. "Wir waren auch für eine vorzeitige Bürgermeisterwahl gerüstet. Die Pläne hatten wir in der Schublade."

Mario Löhr ist zwar noch nicht gewählter Kandidat, dies muss in den kommenden Monaten noch erfolgen, doch ist wohl davon auszugehen, dass auch die Genossen in Bork und Cappenberg seine Kandidatur unterstützen werden.

"Wir bekommen eine rote Mehrheit"

Seine Unterstützung sagte am Freitag bereits Landtagsabgeordneter Rainer Schmeltzer zu. "Ich bin mir sicher, wir bekommen in Selm einen roten Bürgermeister und eine rote Ratsmehrheit." Er werde Mario Löhr und die Selmer SPD nach allen Kräften unterstützen.

Rainer Schmeltzer kritisierte die Absicht der NRW-Regierung, die Kommunalwahlen mit den Europawahlen im Juni 2009 durchzuführen. "Dies würde bedeuten, dass eine gewählte rote Mehrheit und ein roter Bürgermeister in Selm bis Oktober nur im Hinterzimmer sitzen würden." Denn die jetzigen Räte und Bürgermeister seien bis zum 20. Oktober gewählt.

Für Zusammenlegung mit der Bundestagswahl

Er sei für eine Zusammenlegung mit den Bundestagswahlen. "Je mehr Bürger zur Wahl gehen, desto besser. Denn je höher die Wahlbeteiligung ist, desto stärker ist die demokratische Legitimation der gewählten Mandatsträgerinnen und Mandatsträger. Das muss das Ziel aller Demokraten sein." Eine hohe Wahlbeteiligung auf kommunaler Ebene sei dann wahrscheinlich, wenn Bundestags- und Kommunalwahl zusammengelegt würden.

Schmeltzer widersprach der Selmer CDU, die offensichtlich die "gelb-schwarze Wahlmanipulation" aus Düsseldorf unterstütze.

 

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