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Scheune brennt am Buxfort: Jugendfeuerwehr bei Übung

SELM Samstag, 15.30 Uhr, Alarm am Selmer Feuerwehrgerätehaus. Auf dem Hof Richter am Buxfort steht eine Scheune in Flammen, so die Meldung. Aus allen Ecken rennen Feuerwehrleute zu ihren Fahrzeugen. Schnell geht es in Richtung Buxfort.

von Von Theo Wolters

, 23.10.2007

Dies geschieht aber ohne Sirenen, die Fahrer halten sich auch an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Denn an Bord sind neben einigen erfahrenen Feuerwehrmännern, 15 Mitglieder der Jugendfeuerwehr im Alter von 12 bis 17 Jahren. Für sie geht es bei dem Einsatz darum, das theoretische Wissen in der Praxis zu überprüfen.

Blaulicht und Signalhörner

Abseits von der Südkirchener Straße werden auch Blaulicht und die Signalhörner eingeschaltet. Schon von weitem ist der aufsteigende Rauch am Hof Richter zu erkennen. Auf dem Hof eingetroffen wird schnell sichtbar: Aus einer Scheune steigt Rauch auf.

              Es ist aber keine Feuer verantwortlich, sondern mit einer Nebelnmaschine wurde der dichte Qualm erzeugt. Es soll halt alles sehr echt aussehen. Wie die „Profis“ springen die jungen Feuerwehrkameraden aus ihren Fahrzeugen. Nach einer kurzen Einsatzbesprechung heißt es: Schläuche ausrollen. Denn der nächste Hydrant ist rund 200 Meter entfernt. Schnell wird deutlich, der Feuerwehrnachwuchs versteht sein Handwerk.

Denn die Profis hätten die Schlauchverbindungen kaum viel schneller legen können. Und die Erfahrenen beobachten ihren Nachwuchs genau, geben immer wieder Tipps. „Schläuche werden immer zu zweit verbunden“, so Guido Kersting und packt mit an. Drei Teams halten eine Wasserspritze in der Hand, dann heißt es „Wasser Marsch“.  Während das Scheunendach gekühlt wird, machen sich ältere Mitglieder der Jugendfeuerwehr für ihren Einsatz fertig.

Kameraden liegen bewusstlos in der Scheune

  Sie haben die Aufgabe mit Atemschutzgeräten in die Scheune zu gehen. Und dies dicht am Boden, dort ist der Qualm nicht so stark. Alles gelingt hervorragend, doch dann plötzlich ein Signal aus der Scheune. Die beiden Kameraden haben sich verletzt, liegen bewusstlos in der Scheune. Schnell hat sich ein zweiter Trupp fertig gemacht, geht in die Scheune und trägt die beiden Kameraden heraus. Halt wie bei einem richtigen Einsatz. Die Trage steht bereit, die Kameraden werden zur ersten Untersuchung in eine andere Scheune gebracht.

Der Qualm lässt nach, der Einsatz ist erfolgreich beendet. Und dies ohne Behinderung durch Schaulustige. Lediglich ein Pony kommt nahe an den Weidenzaun. Nun heißt es aber, die Schläuche wieder zusammenrollen und alles in den Fahrzeugen verstauen. Nach rund einer Stunde sitzen die jungen Feuerwehrleute auf und treten die Fahrt ins Gerätehaus an.

Alles wird wieder hergerichtet 

Etwas geschafft sehen schon einige aus. Doch der Nachwuchs kann stolz sein: Dieser Einsatz war erfolgreich. Zurück am Gerätehaus gibt es aber noch keine Pause. Die Fahrzeuge müssen wieder für mögliche Einsätze hergerichtet werden.

  

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