Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Schlapp ist nur der Hinterreifen

SELM Seit drei Jahren ist RN-Mitarbeiter Jan Siebert im Besitz eines Führerscheins. Und seitdem hat er sich erfolgreich vor dem Radfahren gedrückt. Doch damit ist jetzt plötzlich Schluss. Jan Siebert hat sich für uns einer Gruppe von Hobbyradler angeschlossen und sie auf ihrer Tour begleitet.

von Von Jan Siebert

, 10.08.2007

"Mit meinem etwas in die Jahre gekommenen, aber durchaus verkehrssicheren Drahtesel schloss ich mich einer Gruppe von Hobbyradlern an, die sich jeden Mittwoch um 18 Uhr am Feuerwehrhaus in Selm treffen. Von dort radeln sie Strecken um 30 Kilometer - in einem stetigen Tempo von rund 20 Kilometern pro Stunde. Die Gruppe hatte sich im vergangenen Jahr auf Initiative von Thomas Hüser gegründet. Sie fährt bei Wind und Wetter. Und auch am letzten Mittwoch, als ich dabei war, schien nicht gerade die Sonne. Im Gegenteil, es schüttete heftig. Aber wie gesagt: Die Truppe um Thomas Hüser besteht nicht aus Sonnenanbetern. Fast alle waren mit von der Partie.Vom Ehrgeiz gepackt Schon als ich auf den Vorplatz der Feuerwehr fahre, und die professionellen Räder der anderen erblicke, warne ich die Sportkollegen vor: „Meine letzte Radtour liegt schon einige Jahre zurück und mein Rad ist auch schon ein älteres Schätzchen.“ - „Keine Angst,“ beruhigt mich Dietmar Steinborn: „Bei uns gibt der Langsamste das Tempo vor.“ Bei mir bleiben letzte Zweifel, ob ich die Fahrt durchhalten werde, aber ein gewisser Ehrgeiz hat mich gepackt. Schönheit der Natur Es geht los über die Römerstraße raus aus Selm Richtung Vinnum. Über Feldwege an Bauernhöfen vorbei, durch Gebiete, deren Schönheit man im Auto gar nicht wirklich wahrnimmt. Immer wieder höre ich die Frage: „Sollen wir langsamer fahren?“ Doch mein Stolz ist groß, ich hole tief Luft, antworte jedes mal: „Nein, nein gar kein Problem, ist nicht nötig“ und strampele fleißig weiter. In der ersten Pause fällt dann dem erfahrenen Auge von Thomas Hüser auf, dass mein Hinterrad nicht richtig aufgepumpt ist. Mit ein paar fachmännischen Handgriffen ist diese kleine Übel schnell behoben.„Mittwoch ist heilig“ Weiter geht es zum Schiffshebewerk, dann einige Zeit am Kanal entlang und weiter durch Wiesen und Felder. „Wenn man ein paar Fahrten hinter sich hat, kommt einem das Radfahren viel leichter vor“, erklärt Dietmar Steinborn unterwegs. Für ihn ist die regelmäßige Tour ein wichtiger Bestandteil der Woche geworden: „Der Mittwochabend ist mir heilig.“ Nach 36,2 Kilometern und zweieinhalb Stunden kommen wir wieder auf dem Platz vor der Feuerwehr in Selm an. Froh, die Fahrt überstanden und den inneren Schweinehund besiegt zu haben, lass ich die Radler noch für ein Abschlussfoto posieren, verabschiede mich und strampele die letzten Meter durch den noch immer anhaltenden Regen nach Hause. Dort erwartet mich eine wohl verdiente heiße Dusche."

 Wer sich der Fahrradgruppe anschließen möchte, der ist herzlich willkommen. Interessenten können sich melden bei Thomas Hüser unter Tel. (02592) 63197 oder (0177) 7807639 oder sie erscheinen einfach am nächsten Mittwoch um 18 Uhr mit Fahrrad auf dem Platz vor der Feuerwehr.

Lesen Sie jetzt