Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Schürenberger Hof: Arbeit als Perspektive

BORK Die Mietverträge sind unterschrieben: Ab dem 1. Januar ist das Kinderheim in Hamm Mieter des Schürenberger Hofs. Dort soll eine Wohngruppe für neun Jugendliche eingerichtet werden. Der Plan stößt beim Haupt- und Finanzausschuss auf große Zustimmung.

von Foto: Theo Wolters

, 07.12.2007
Schürenberger Hof: Arbeit als Perspektive

Der Schürenberger Hof macht dicht.

Jedoch beklagten die Politiker die unzureichende Informationspolitik. "Es kann doch nicht sein, dass wir von den Plänen aus der Zeitung erfahren", so Egon Schmidt (CDU). Viele Borker Bürger hätten sich bei ihm informieren wollen, doch er habe keine Auskunft geben können. Selbst Gerüchte, es werde eine Forensik-Klinik eingerichtet, hätten kursiert.

Leiter informiert

Auf Bitte von Egon Schmidt hatte die Stadtverwaltung dann auch den Leiter des Kinderheims, Dr. Kurt Frey, zur Sitzung eingeladen. "Uns wäre es lieber gewesen, es hätte erst später in der Zeitung gestanden," so der Heimleiter. Die Verträge seien erst in den letzten Tagen unterschrieben worden.

Nach Auskunft von Dr. Frey werden im Schürenberger Hof neun Jugendliche im Alter von 13 und 14 Jahren eine neue Heimat finden. Geplant ist auch eine Trainingswerkstatt "Der Malteserbund betreibt in Hamm eine Trainingswerkstatt mit angeschlossenem Restaurant, wo man sehr gut essen kann." Wenn er den Schürenberger Hof sehe, könne er sich dort etwas Ähnliches vorstellen, z.B. ein Cafe für die Öffentlichkeit.

Strukturierter Alltag

Wohnen werden in dem Haus an der Voßkuhle Jugendliche, die schulische Schwierigkeiten haben. "Es ist nicht gut, wenn Jugendliche keine Perspektive haben, und man dem nichts entgegensetzen kann." In der Arbeit solle eine Perspektive ermöglicht werden. "Arbeiten müssen wir auch an der Persönlichkeit und dem Umfeld." Wichtig sei für die Jugendlichen ein strukturierter Alltag. Man wollen mit ihnen nicht einen Sandberg von links nach rechts schaufeln, sondern etwas Sinnvolles machen.

Im Januar beginnen kleinere Umbaumaßnahmen, im März oder April sollen die Jugendlichen einziehen. Für die Betreuung sind neun bis zehn Mitarbeiter vorgesehen. Eine der zwei bestehenden Wohnungen soll von einem Mitarbeiter bezogen werden. In der anderen Wohnung wird es Räume für die Mitarbeiter geben.

Geschickter Sozialpädagoge

Das Kinderheim sucht Sozialpädagogen und Erzieher. Ideal wäre ein Sozialpädagogen, der auch Handwerker ist. Auch einen Lehrer wolle man im Team haben. Der Heimleiter betonte, es werde ein offenes Haus werden. Die Jugendlichen seien freiwillig dort. Nach einer Eingewöhnungsphase sei auch an einen Tag der offenen Tür gedacht.

  

Lesen Sie jetzt