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Skulpturen aus Simbabwe auf Schloss Cappenberg

CAPPENBERG "Die Bildhauer aus Simbabwe". Das könnte der Titel einer archäologischen Ausstellung über die Steinzeit an der Wiege der Menschheit sein. Ist es aber nicht.

von Von Matthias Münch

, 07.12.2007

Denn die Geschichte der modernen Steinskulptur Simbabwes ist jung, gerade 50 Jahre alt. Wer sie kennen lernen möchte, ist ab Sonntag (9.) zur neuen Ausstellung des Kreises Unna auf Schloss Cappenberg eingeladen. Trotz ihrer kurzen Geschichte ranken sich um die Bildhauer aus Simbabwe bereits Mythen und Geschichten.

Eine davon erzählt von der Entstehung der Kunstrichtung selbst: Aus dem Nichts geboren, entstand sie zufällig in den fünfziger Jahren, als der Landwirtschaftsberater Joram Mariga einen grünen Stein fand, der ihn so faszinierte, dass er begann, ihn zu bearbeiten.

Entdeckung künstlerischer Großtalente

        Der Direktor der Rhodesischen Nationalgalerie wurde auf den jungen Mann und aufmerksam und erkannte sein riesiges Potential. Er ging dem Phänomen nach und entdeckte noch mehr künstlerische Großtalente. Bis dahin hatte es keinen einzigen Bildhauer in Simbabwe gegeben.

 All dies und noch viel mehr weiß der Kunstsammler und -händler aus Münster Eberhard Schnake, von dem viele der Exponate stammen. Zusammen mit Thomas Hengstenberg, Fachbereichsleiter Kultur und Medien des Kreises, stellte Schnake die Ausstellung am Freitag der Presse vor. Beide nannten die modernen Steinskulpturen Simbabwes "eine der wichtigsten Kunstformen unserer Zeit", die Einzug in die bedeutendsten Museen der Welt gefunden habe.

Politische Lage macht  Kauf schwierig 

Weil sich die politische und wirtschaftliche Lage Simbabwes durch die Diktatur Robert Mugabes immer weiter verschlechtert, wird es für Kunsthändler immer schwieriger, Skulpturen aus diesem afrikanischen Land zu kaufen. Dies geht auch Eberhard Schnake so. Aber er gibt nicht auf. Zu sehr hängt sein "Kunstherz" an den Bildhauern und ihren Werken.  

 

  

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