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So wird das Radfahren richtig teuer

Tipps für Radfahrer

Frühling und Sommer sind die Zeiten, zu denen das Rad besonders gern gegen das Auto getauscht wird. Gerade auch jetzt zum Selmer Stadtradeln. Doch dabei gibt es einiges zu beachten. Telefonieren beim Rad fahren kann zum Beispiel teuer werden.

Selm

, 12.06.2018
So wird das Radfahren richtig teuer

Das ist gleich doppelt falsch: Redakteur Arndt Brede radelt – nur für das Foto, versteht sich – mit Handy am Ohr und Tasche am Lenker.

Mitteilungsbedürftig sind sie alle: sowohl die Autofahrer als auch die Radfahrer. Thomas Röwekamp weiß davon ein Lied zu singen. „Viele haben das Handy immer am Ohr“, sagt der Sprecher der Kreispolizeibehörde Unna, egal ob am Steuer oder am Lenker. Gefährlich kann das in beiden Fällen werden. Und teuer.

55 Euro Strafe

„Das Telefonieren ist verboten“, sagt der Polizeibeamte auf Anfrage. Wer sich darüber hinwegsetzt und geschnappt wird, muss tief in den Geldbeutel fassen: „55 Euro“, sagt Röwekamp auf Anfrage. Immerhin: Autofahrer müssen gleich 100 Euro zahlen – und sie bekommen, anders als telefonierende Radfahrer, zudem noch Punkte beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg.

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Angeblich das Handy nur in der Hand zu halten, weil gerade keine Tasche frei gewesen sei, ist eine Ausrede, die Polizeibeamte oft von Smartphone-Radlern hören. Glaubhaft sei das nicht. „Notfalls muss das Gericht im Einzelfall entscheiden“, so Röwekamp.

Nichts am Lenker hängen lassen

Das Handy in eine Tasche zu packen, die baumelnd am Lenker hängt, muss auch keine gute Idee sein. „Laut Paragraf 23 der Straßenverkehrsordnung darf die Verkehrssicherheit eines Fahrzeugs durch die Ladung nicht beeinträchtigt sein“, sagt Röwekamp. Das gelte auch fürs Fahrrad. Und Taschen, die leicht in die Speichen geraten könnten, drohten das Vorderrad zu blockieren. Die Folge: gefährliche Stürze. Satteltaschen und Körbe seien die bessere Lösung.

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Wer ganz ohne Beutel und Smartphone freihändig fährt, macht es ebenfalls nicht richtig. Das ziehe ein Bußgeld in Höhe von fünf Euro nach sich so Röwekamp. „Und es ist wirklich gefährlich.“

Keine Ordnungswidrigkeit, sondern eine echte Straftat ist es, betrunken Fahrrad zu fahren. Wegen absoluter Fahrunsicherheit ab 1,6 Promille oder geringerer Alkoholisierung in Verbindung mit Ausfallerscheinungen wie Fahrfehlern oder gar einem Unfall kann ein Radfahrer vor Gericht angeklagt werden, warnt der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC).