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Trink- und Abwasser um 10 % teurer

SELM Um knapp zehn Prozent gestiegen sind die Trinkwasser- und Abwasserentgelte in der Stadt Selm. Doch im Vergleich zu anderen Städten im Land leben die Selmer noch günstig.

von Von Malte Woesmann

, 19.12.2007

Dies geht aus einer neuen Statistik des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik hervor. So belaufen sich die Kosten für Trinkwasser pro Kubikmeter auf 1,56 Euro seit dem 1. Januar 2007. Anfang 2005 waren hier nur 1,42 Euro fällig. Dies entspricht einem Anstieg in den zwei Jahren von 9,9 Prozent. Trotzdem bewegt sich die Stadt Selm immer noch unter dem Durchschnitt für das Land Nordrhein-Westfalen. Denn hier betragen die Gebühren pro Kubikmeter 1,59 Euro. Ähnlich sieht es bei dem Entgelt für das Abwasser aus. Dies ist innerhalb von zwei Jahren von 1,99 Euro pro Kubikmeter auf nun 2,16 Euro gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von 8,5 Prozent. Damit liegt die Stadt aber noch weit unter dem Landesschnitt von 2,39 Euro pro Kubikmeter.

Spitzenreiter ist Schwerte

Spitzenreiter in Sachen Entgelte im Kreis Unna ist beim Trinkwasser die Stadt Schwerte. Hier werden die Bürger pro Kubikmeter Trinkwasser mit 1,73 Euro zur Kasse gebeten. Bei den Abwassergebühren zahlen die Einwohner Fröndenbergs am meisten. Hier kostet ein Kubikmeter 3,38 Euro. Mit den Wasser- und Abwasserentgelten dürfen die Gemeinden keine Gewinne erzielen. Sie haben vielmehr hiermit sämtliche Kosten abzudecken, die ihnen unter anderem von den Verbänden der Wasserversorgung- und entsorgung in Rechnung gestellt werden. Dazu zählen auch die laufenden Kosten für den Unterhalt des Kanalnetzes und dessen Ausbau. Diese Kosten fallen aufgrund der unterschiedlichen geografischen und topografischen Verhältnisse sehr unterschiedlich aus.

Neue Berechnung

Rund 40 Prozent der Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen müssen die Berechung der Abwassergebühren nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichte Münster nun neu berechnen. Für die Stadtbetriebe Selm trifft dies laut Aussage des Vorstands Stephan Schwager (Foto) nicht zu. Sie haben die gesplittete Abwassergebühr bereits eingeführt. Nach dem Urteil muss das Regenwasser gesondert erfasst werden. Die Höhe der Abwassergebühren hängt unter anderem von der Größe der versiegelten Flächen ab.

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