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Wie ein Ehepaar eine Sumpflandschaft in ein Gartenparadies verwandelte

Klostherhof in Cappenberg

Ein junges Ehepaar kauft in den 70er-Jahren einen verfallenen Hof in Cappenberg. Eine abbruchreife Ruine ohne Dach, umgeben von einer Sumpflandschaft. Doch das Paar lässt sich nicht entmutigen und verwandelt den Sumpf in ein Gartenparadies. Wir haben Bilder mitgebracht.

Cappenberg

, 04.06.2018
Wie ein Ehepaar eine Sumpflandschaft in ein Gartenparadies verwandelte

Wo früher nur ein Maschendrahtzaun stand, blüht jetzt diese schöne Clematis. Hans-Josef und Helga Grubendorfer freuen sich darüber. RN-Foto Niehaus

Als Helga und Hans-Josef Grubendorfer den alten Klosterhof in Cappenberg zum ersten Mal sehen, sind sie beide Ende Zwanzig. Der Hof hat da schon knapp 400 Jahre auf dem Buckel. Und das sieht man ihm auch an.

„Das Hofgebäude war marode, das Gelände ringsherum eine Sumpflandschaft“, erzählt der heute 71-jährige Hans-Josef Grubendorfer. Das einzig gute an dem Gebäude ist der Preis: „Wir hatten damals überhaupt kein Geld. Das Grundstück haben wir gepachtet, und den Hof haben wir umsonst bekommen“, lacht Grubendorfer.

Zettel und Stift

Fünf Jahre brauchen die beiden, um die Ruine des ehemaligen Klosterhofs bewohnbar zu machen. Das geht alles nur Schritt für Schritt: Im ersten Winter müssen sie die noch unverputzten Wände zum Beispiel mit Tannengrün tapezieren.

Doch das Paar ist unermüdlich. In Lünen leiten die Grubendorfers die Rewe-Filiale. „Allmählich kehrte bei uns ein bisschen Wohlstand ein“, sagt Hans-Josef Grubendorfer. Und die beiden beginnen auch, der 7500 Quadratmeter großen Sumpflandschaft zu Leibe zu rücken.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So sieht es im Gartenparadies Cappenberg aus

Ein junges Ehepaar kauft in den 70er-Jahren einen verfallenen Hof in Cappenberg. Eine abbruchreife Ruine ohne Dach, umgeben von einer Sumpflandschaft. Doch das Paar lässt sich nicht entmutigen und verwandelt den Sumpf in ein Gartenparadies. Wir haben Bilder mitgebracht.
04.06.2018
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Ein blühender Hartriegel-Strauch.
Der Emtingshof in Cappenberg. Foto Niehaus
Der Garten um den Emtingshof gleicht eher einer Parkanalage. Foto Niehaus
Wo früher nur ein Maschendrahtzaun stand, blüht jetzt diese schöne Clematis. Hans-Josef und Helga Grubendorfer freuen sich darüber. Foto Niehaus
Helga und Hans-Josef Grubendorfer im Garten des Emtingshofes. Der Hof wurde im 16. Jahrhundert gebaut. Foto Niehaus
Romantik unter dem Kirschbaum. Foto Niehaus
Der Emtingshof ist ein liebevoll restaurierter ehemaliger Klosterhof. Foto Niehaus
Als er 27 Jahre alt war, hat Hans-Josef Grubendorfer mit seiner Frau das Hofgebäude übernommen. Aus dem verfallenen Hof haben die beiden ein Kleinod gemacht. Foto Niehaus
Das kleine Eckhäuschen haben die Grubendorfers erst in diesem Jahr zur Ferienwohnung umfunktioniert. Foto Niehaus
Hans-Josef Grubendorfer malt auch gern. "Ich kopiere alte Meister", erzählt er. Und er macht es ziemlich meisterhaft. Foto Niehaus
Die Kinderstube der Frösche liegt am warmen Ufer des Gartenteichs. Foto Niehaus
Pfeilkraut und kleine gelbe Seerosen - im Garten und am Teich gibt es viel zu entdecken. Foto Niehaus
In einem Garten voller Rosen dürfen natürlich auch Seerosen nicht fehlen. Foto Niehaus
Rosen im Trompetenbaum: Im Garten der Grubendorfers wachsen Rosen und Bäume oft ineinander. Foto Niehaus
Die vergrößerten Kelchblätter dieser Rosenart sehen aus wie der Hit von Napoleon. Deshalb heißt sie auch "Chapeau de Napoleon". Foto Niehaus
Na, wird aus dem Frosch ein Prinz? Der Blick über die Teichlandschaft. Foto Niehaus

„Mein Mann ist immer mit einem Zettel und Stift durch den Garten gelaufen und hat Pläne gezeichnet“, erzählt Helga Grubendorfer (69). Auf diese Weise entstehen kleine Wege, die die verschiedenen Bereiche des Grundstücks miteinander verbinden.

Heute gleicht der ehemalige Sumpf einer riesigen Parkanlage. Es gibt schattige Ecken mit Bänken, kleine Teiche, die durch Wasserläufe miteinander verbunden sind. Ein Wasserfall dient als natürliche Filteranlage, damit die Karpfen auch genug Sauerstoff haben. Am größeren Teich ankert ein Boot.

Überall Rosen

Und überall im Garten duftet es. Vor allem nach Rosen. Helga und Hans-Josef Grubendorfer lieben nämlich Rosen. Die Sorten, die bei ihnen wachsen, tragen Namen wie „Christine Helene“, „Guirlande d’Amour“ oder „Chaplin’s Pink Climber“. Schon die Namen verraten: Viele der Pflanzen sind Kletterpflanzen. So auch die Kletterrose „Rambler“.

Meist pflanzen die Grubendorfers die Rosen am Fuß alter Bäume ein. Dann ranken sie am Baum empor, und aus einem Kirschbaum entsteht ein Kunstwerk.

Vertragen sich denn die Kletterrosen mit den Bäumen? „Die kommen besser klar als so manche Eheleute“, sagt Hans-Josef Grubendorfer und lacht.

Seit mehreren Jahren teilen die Grubendorfers ihren schönen Garten mit Besuchern, die mitunter sogar mit Bussen anreisen. „Das macht uns stolz“, sagt Helga Grubendorfer. Der Erlös aus Kaffee- oder Kuchenverkauf ist für einen guten Zweck bestimmt.

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