Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Wohnungen für Wohnungslose gesucht

SELM Wohnungslos zu sein, bedeutet für die meisten Menschen am Rande der Gesellschaft zu leben. Sie sind meist ausgegrenzt, haben keine Freunde oder Familie und tragen viele Problemen mit sich herum. Das Diakonische Werk will diesen Menschen eine neue Perspektive bieten.

von Von Theo Wolters

, 18.12.2007

  Ohne Hilfe haben Wohnungslose meist keine Chance, wieder zurück in den geregelten Alltag zu finden. Das Diakonische Werk ist deswegen auch in Selm mit ihrem Angebot "Ambulant betreutes Wohnen" aktiv. "Von uns werden zurzeit vier ehemals Wohnungslose in Wohnungen in Selm betreut", so Christa Stich von der Diakonie.

Ambulanten Betreuen

Ambulantes Betreuen heißt, dass sich ausgebildete Fachkräfte um Wohnungslose kümmern. "Viele Menschen haben es verlernt oder nie erlernt eigenständig eine Wohnung zu führen", so Helmut Zygmanowski. Erschreckend viele junge Menschen seien auf sich selbst gestellt und würden ohne eine Perspektive leben.

Unterkunft am Südfeld

Ursachen wie Arbeitslosigkeit, Ehe- und Partnerprobleme, Alkohol- oder Drogensucht und hohe Schulden können in den sozialen Abgrund führen. Hilfe kann die Diakonie bieten. "Wir haben nun in Selm an der Teichstraße 27 eine Beratungsstelle. Sie ist dienstags von 10 bis 12 Uhr geöffnet", so Christa Stich. Aber auch die Beratungsstelle in Lünen steht Selmern zur Verfügung. Stich: "Wenn sich bei uns ein Wohnungsloser meldet, verschaffen wir ihm zunächts einmal ein Dach über dem Kopf." Ohne eine Anschrift gibt es keine finanzielle Unterstützung, so ist die neue Anschrift dann erst einmal die Beratungsstelle an der Teichstraße.

Untergebracht werden die Männer und Frauen dann in Bork am Südfeld. Die Diakonie unterstützt den Wohnungslosen dann unter anderem bei der Kontaktaufnahme zu Behörden. Christa Stich: "Wir klären die Menschen auch über ihre Rechte, aber auch über Pflichten auf. Wir begleiten sie bei Bedarf auch bei ihren Behördengängen."

Zwei Jahre Betreuung

Ziel sei es, dem Wohnungslosen eine neue Perspektive in "eigenen vier Wänden" zu bieten. Christa Stich: "Leider ist es aber sehr schwierig, geeigneten Wohnraum zu finden." Denn die Wohnungen dürften nur maximal 45m² groß sein. Eine Wohnung wird von der Diakonie vermittelt, der Mietvertrag wird allerdings zwischen Vermieter und neuen Mieter geschlossen. Die Männer und Frauen werden dann nach ihrem Einzug aber nicht allein gelasssen. Maximal zwei Jahre werden sie von der Diakonie betreut. Sie werden auf dem Weg zu Ämtern begleitet erhalten Hilfe bei der Renovierung der Wohnung. Christa Stich: "Oft müssen auch finanzielle Dinge geregelt werden."

Wohnraum fehlt

Die Diakonie sei behilflich. "Wir haben gute Erfolge erzielt, die Menschen können meist nach einigen Monaten wieder alles selbstständig für sich klären", zieht Helmut Zygmanowski ein positives Fazit. Um noch weiteren Menschen eine Perspektive geben zu können, wird Wohnraum benötigt. "Über Angebote von Vermietern würden wir uns sehr freuen", so ein Wunsch der Diakonie zu Weihnachten.

Die Beratungsstelle in Selm an der Teichstraße ist dienstags von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Telefonisch sind die Diakoniemitarbeiter unter 917761 in Selm, oder in Lünen (02306)2035017 zu erreichen.

Lesen Sie jetzt