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Sex-Vorwürfe bringen Republikaner Cain in Bedrängnis

Washington (dpa) Jahrealte Vorwürfe sexueller Belästigung bringen den derzeit führenden republikanischen Bewerber im US-Präsidentenwahlkampf, Herman Cain, in Bedrängnis.

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Sex-Vorwürfe bringen Republikaner Cain in Bedrängnis

Bringen Sex-Vorwürfe den derzeitigen Spitzenreiter im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur in den USA ins Schleudern? Herman Cain spricht von einer Hexenjagd. Foto: Shawn Thew

Der Polit-Webseite «Politico» zufolge hatten sich zwei Frauen in den 90er Jahren über anzügliche Bemerkungen und Gesten des Ex-Pizzaunternehmers beschwert. Cain sprach am Montag von einer «Hexenjagd» gegen ihn und verteidigte sich: «In meinen über 40 Jahren im Geschäftsleben habe ich nie irgendjemanden sexuell belästigt». Der 65-Jährige räumte allerdings ein, dass eine Abfindung an eine der Frauen geflossen sei.

Er könne sich an die Beschuldigungen aus der Zeit erinnern, als er Chef des Nationalen Gaststättenverbandes war, sagte Cain dem Sender FoxNews. Die Organisation habe die Anwürfe untersucht und als grundlos abgewiesen. Nach den Worten des Präsidentschaftsbewerbers habe er einer Mitarbeiterin des Verbandes lediglich gesagt, sie sei so groß wie seine Frau und zur Verdeutlichung die Hand an sein Kinn gehalten.

Eine der Frauen habe eine «riesige finanzielle Wiedergutmachung» verlangt, sagte Cain. Er könne sich allerdings nicht an die Höhe erinnern. Da es aber keine Grundlage dafür gegeben habe, «einigten wir uns auf etwas, was einer Abfindung gleichkam». Kurz zuvor hatte der schwarze Ex-Unternehmer allerdings noch mit Blick auf die Zahlung erklärt: «Ich hoffe, es war nicht viel, weil ich ja gar nichts getan habe.» «Politico» berichtete über eine Summe in fünfstelliger Höhe. Im Gegenzug hätten sich die Frauen verpflichtet, über die Angelegenheit zu schweigen.

Das Cain-Lager vermutet hinter den Beschuldigungen eine Taktik seiner Gegner. Cain mische die politische Landschaft in Washington auf, zitierte die «Washington Post» Wahlkampfsprecher J.D. Gordon. «Branchenmedien» passe das nicht, und sie versuchten daher nun, ihn durch Angriffe auf seinen Charakter zu stoppen. Cain selbst erwartet Schaden für seine Bewerbung: «Manche werden sich abwenden wegen dieser Wolke, die jemand über meinen Wahlkampf gebracht hat.»

Der frühere Chef der Restaurantkette Godfather's Pizza ist gegenwärtig laut Umfragen neben Mitt Romney, dem Ex-Gouverneur von Massachusetts, Spitzenreiter des konservativen Bewerberfeldes. Im Bundesstaat Iowa, in dem am 3. Januar die Serie der Vorwahlen eröffnet wird, hat Cain nach einer jüngsten Erhebung der örtlichen Zeitung «Des Moines Register» sogar die Nase knapp vorn. Dass er derart mitmischt, hat viele Experten überrascht, da Cain über keinerlei politische Erfahrungen verfügt.

Bericht bei FoxNews

Politico-Bericht

Bericht der Washington Post

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