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Sieben kreative Gärten in Europa

Clare/Dieppe. Hinter jedem besonderen Garten steckt ein außergewöhnlicher Gärtner. Je verrückter der Gestalter, umso spektakulärer wird das Pflanzenreich. Auf einer Gartenreise durch Europa von Irland über Deutschland bis nach Spanien ist das offensichtlich.

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Herrschaftliche Pracht: Chateau Miromesnil in der Normandie. Foto: Daniela David

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Einer der größten Küchengärten Frankreichs befindet sich auf dem Anwesen des Schlosses Miromesnil in der Normandie. Foto: Daniela David

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Nathalie Romatet ist Schlosserbin und hütet die Küchengärten im Park ihres Schlosses Miromesnil. Foto: Daniela David

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Der Hildegard von Bingen Kräutergarten befindet sich im Ort Reith in Tirol. Foto: Daniela David

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Im österreichischen Hildegard von Bingen Kräutergarten dreht sich alles um Kräuter - wohltuend für die Gesundheit. Foto: Daniela David

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Irmgard Rendl gärtnert im Hildegard von Bingen Kräutergarten im Alpbachtal. Foto: Daniela David

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Der Caher Bridge Garden an der Westküste Irlands ist einem felsigen Boden abgetrotzt worden - und leuchtet heute in vielen Grüntönen. Foto: Daniela David

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Trotziger Gärtner: Carl Wright vom Caher Bridge Garden in Irland. Foto: Daniela David

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Voller Überraschungen: Im Landschaftspark in Schloss Dennenlohe steht ein Tempel aus Bhutan. Foto: Daniela David

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Klassisch schön: Blütenpracht im Landschaftspark Schloss Dennenlohe. Foto: Daniela David

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Martin Ellig entwirft als Landschaftsarchitekt die Blumenmuster im Keukenhof im niederländischen Lisse. Foto: Daniela David

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Reisen zu grünen Oasen: Eine Suche nach den kuriosesten Gärten Europas führt von Irland bis nach Spanien. Foto: dpa-infografik

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Unterirdischer Bunker im Jardin El Capricho: Im Spanischen Bürgerkrieg wurde hier gegen Franco operiert. Foto: Daniela David

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Eingang zum Capricho-Garten am Rande von Madrid: Hier finden Besucher viele Hinweise auf die spanische Geschichte. Foto: Daniela David

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Jedes Jahr für sieben Frühlingswochen hat der Keukenhof geöffnet. Foto: Daniela David

Sehenswerte Gärten gibt es jede Menge in Europa. Doch manche sind besonders spektakulär. Dann steckt meist ein außergewöhnlicher, kreativer Kopf dahinter. Eine Auswahl:

Irland: CAHER BRIDGE GARDEN

„Das ist wohl der dümmste Ort für einen Garten“, sagt Carl Wright. Was der Gärtner damit meint? Felsboden, viel Wind und manchmal wochenlanger Regen. Doch der Gartenenthusiast hat trotzdem 1500 Tonnen Erde herangekarrt, händisch verteilt und so seinen Caher Bridge Garden in der Grafschaft Clare an der Westküste Irlands angelegt. Jedes Pflanzloch musste er dem felsigen Boden abringen: Gärtnern gegen alle Widerstände. Das Resultat ist ein naturnaher Zaubergarten mit seltenen Pflanzen in verschiedensten Grüntönen. Harmonisch passt er sich in die hügelige Landschaft ein.

Frankreich: JARDIN POTAGER DE CHÂTEAU MIROMESNIL

„Ich lebe meinen Traum, auch meinen Gartentraum“, versichert Nathalie Romatet. Im Park ihres Schlosses Miromesnil südlich von Dieppe in der Normandie betreibt die 46-Jährige einen der größten Küchengärten Frankreichs - voller Gemüse, Beerenobst und Blumen. Besonders liebt die Französin seltene alte Sorten. Während in anderen Schlossparks die Nutzgärten längst abgeschafft sind, hat die unprätentiöse Schlosserbin den Gemüsegarten ihrer Großmutter reaktiviert. Sein Ursprung geht auf das 18. Jahrhundert zurück. An der schützenden Ziegelmauer wachsen Rosen, Stauden und Obstbäume als Spalier. Gartenfans aus ganz Europa pilgern zum Jardin Potager de Château Miromesnil, um die Vielfalt in den herrschaftlichen Gemüsebeeten zu bestaunen - nicht so sehr für den perfekt getrimmten barocken Schlossgarten.

Deutschland: SCHLOSS DENNENLOHE

In Franken hat Freiherr Robert von Süsskind einen Landschaftspark kreiert, der seinesgleichen sucht. Seit 1990 gräbt, schaufelt und baggert der „grüne Baron“ auf schwerem Lehmboden, um einen platten Acker in eine gestaltete Landschaft zu verwandeln. Die 24 Hektar des Parks von Schloss Dennenlohe stecken voller Überraschungen. Der Weg führt den Besucher durch ein rundes chinesisches Mondtor zu einem Rhododendronpark, in ein Hecken-Labyrinth, über eine Hängebrücke in ein Bambuswäldchen und auf einen Aussichtshügel mit einem Tempel aus Bhutan. Dem Nobel-Gärtner in Gummistiefeln kommen immer neue außergewöhnliche Pflanzenideen für seinen Park.

Spanien: JARDIN EL  CAPRICHO

Der idyllische Jardin El Capricho, versteckt am Rande von Madrid, erzählt von den Verrücktheiten der spanischen Geschichte. Die Herzogin Maria Josefa Pimentel (1754-1834) ließ ihn ab 1787 von führenden Landschaftsarchitekten anlegen - mit Lustschloss, einer Villa für Bienen und einem Labyrinth aus Lorbeerbäumen. Die gartenverrückte Adlige empfing in ihrem Park mit Italienischem, Französischem und Englischem Garten Künstler wie den spanischen Maler Goya, der sie porträtierte. Später wurden in dem Garten Duelle ausgetragen, während des Spanischen Bürgerkriegs in Bunkern Operationen gegen Franco geplant und sogar Dracula-Filme gedreht.

Österreich: HILDEGARD VON BINGEN KRÄUTERGARTEN

Hildegard von Bingen, die große Weise aus dem Mittelalter, war Äbtissin, Heilige und Pflanzenkennerin. Ins Alpbachtal in Österreich kam sie nie, doch überzeugt von ihrer Lehre schufen einige kräuterverliebte Gärtnerinnen im Ort Reith in Tirol im Jahr 2012 den Hildegard von Bingen Kräutergarten. „Die Beete haben wir nach Körperfunktionen wie etwa Atmung mit den dazugehörigen Pflanzen aufgeteilt“, sagt Irmgard Rendl, die bei dem Gemeinschaftsprojekt mitgärtnert. Auf Führungen erläutern die Gärtnerinnen die Wirkung der duftenden Heilkräuter - ein Gang zur eigenen Gesundheit.

Österreich:  KITTENBEGER ERLEBNISGÄRTEN

Der Gärtner Reinhard Kittenberger hat in Schiltern in Niederösterreich ein riesiges Pflanzenreich geschaffen. Auf einer Fläche von etwa 40 000 Quadratmetern wandern die Besucher durch die Kittenberger Erlebnisgärten. In den mehr als 40 Themengärten sammelt mancher Ideen für sein eigenes grünes Reich. Unermüdlich erweitert der gelernte Gärtner und semiprofessionelle Sänger sein phantasievoll gestaltetes Imperium. Außerdem singt der Österreicher mit Leidenschaft gerne im Garten. Der Mann mit grünem Daumen und fester Stimme steht zu seinen Verrücktheiten.

Niederlande: KEUKENHOF

Einer der besucherreichsten Gärten in Europa wird von einem der jüngsten Gärtner gestaltet: Martin Elling, keine 30 Jahre alt. Jedes Jahr aufs Neue plant der Landschaftsarchitekt die Muster der riesigen Blumenrabatten des Keukenhof im holländischen Lisse. Ein Jahr lang arbeitet der Holländer mit seinem Team für gerade einmal sieben Wochen Blütenpracht im Frühling (noch bis 13. Mai 2018). Damit Tulpen, Narzissen und Traubenhyazinthen üppig blühen, setzen bis zu tausend Mitarbeiter am Tag Millionen von Blumenzwiebeln.

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Herrschaftliche Pracht: Chateau Miromesnil in der Normandie. Foto: Daniela David

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Einer der größten Küchengärten Frankreichs befindet sich auf dem Anwesen des Schlosses Miromesnil in der Normandie. Foto: Daniela David

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Nathalie Romatet ist Schlosserbin und hütet die Küchengärten im Park ihres Schlosses Miromesnil. Foto: Daniela David

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Der Hildegard von Bingen Kräutergarten befindet sich im Ort Reith in Tirol. Foto: Daniela David

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Im österreichischen Hildegard von Bingen Kräutergarten dreht sich alles um Kräuter - wohltuend für die Gesundheit. Foto: Daniela David

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Irmgard Rendl gärtnert im Hildegard von Bingen Kräutergarten im Alpbachtal. Foto: Daniela David

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Der Caher Bridge Garden an der Westküste Irlands ist einem felsigen Boden abgetrotzt worden - und leuchtet heute in vielen Grüntönen. Foto: Daniela David

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Trotziger Gärtner: Carl Wright vom Caher Bridge Garden in Irland. Foto: Daniela David

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Voller Überraschungen: Im Landschaftspark in Schloss Dennenlohe steht ein Tempel aus Bhutan. Foto: Daniela David

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Klassisch schön: Blütenpracht im Landschaftspark Schloss Dennenlohe. Foto: Daniela David

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Martin Ellig entwirft als Landschaftsarchitekt die Blumenmuster im Keukenhof im niederländischen Lisse. Foto: Daniela David

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Reisen zu grünen Oasen: Eine Suche nach den kuriosesten Gärten Europas führt von Irland bis nach Spanien. Foto: dpa-infografik

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Unterirdischer Bunker im Jardin El Capricho: Im Spanischen Bürgerkrieg wurde hier gegen Franco operiert. Foto: Daniela David

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Eingang zum Capricho-Garten am Rande von Madrid: Hier finden Besucher viele Hinweise auf die spanische Geschichte. Foto: Daniela David

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Jedes Jahr für sieben Frühlingswochen hat der Keukenhof geöffnet. Foto: Daniela David

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