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Siegen will Hitler Ehrenbürgerschaft aberkennen

SIEGEN Nach einigen Jahrzehnten Bedenkzeit will die Stadt Siegen Adolf Hitler die Ehrenbürgerschaft aberkennen. Das hat der Siegener Haupt- und Finanzausschuss nun dem Rat der Stadt empfohlen.

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Die Empfehlung sei einstimmig abgegeben worden, teilte Astrid Schneider, Sprecherin der Stadt,  mit. Es sei daher damit zu rechnen, dass der Rat in seiner nächsten Sitzung am 29. August der Empfehlung Folge leisten werde.

Der Antrag sei von einem Bürger der Stadt gestellt worden. Die Ehrenbürgerschaft der Stadt Siegen war Hitler im April 1933 nach seiner Ernennung zum Reichskanzler verliehen worden.

Nach Auskunft von Schneider hat sich die Stadt bereits 1980 mit der Ehrenbürgerschaft Hitlers befasst. Nach der bisherigen Auffassung der Stadtrates ist diese allerdings bereits seit dem Tode Hitlers erloschen. So regele es die Ehrensatzung der Stadt.

Allerdings hätten in der Vergangenheit immer wieder Bürger Anträge auf Aberkennung der Ehrenbürgerschaft gestellt. „Das deutet darauf hin, dass die Erklärung der Stadt einzelne Bürger nicht zufrieden gestellt hat“, sagte Schneider. Mit einer offiziellen Aberkennung könnten weitere Missverständnisse unterbunden werden.

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