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Sinn und Unsinn einer Eiskunstlauf-WM kurz nach Olympia

Mailand. Nur vier Wochen nach Olympia in Südkorea steht die Eiskunstlauf-WM in Mailand an. Viele Topläufer meiden das Championat - auch wegen Verletzungen. Die Olympiasieger Savchenko/Massot kommen gern: Ihnen fehlt der gemeinsame Titel in ihrer Vita.

Sinn und Unsinn einer Eiskunstlauf-WM kurz nach Olympia

Aljona Savchenko und Bruno Massot streben bei der WM einen gemeinsamen Titel an. Foto: Peter Kneffel

Nicht einmal einen Monat nach den Winterspielen in Pyeongchang treffen sich die besten Eiskunstläufer in Mailand, um ihren Weltmeister zu ermitteln. Muss das jetzt noch sein?

Einige prominente Namen fehlen auf der Meldeliste des Weltverbands: Olympiasieger Yuzuru Hanyu nach einer schweren Knöchelverletzung, die zweimalige Weltmeisterin Jewgenija Medwedjewa und die chinesischen Titelverteidiger Sui Wenjing/Han Cong - beide Mädels laborieren an Ermüdungsbrüchen. Andere wollen ihre Chance nutzen: So streben die Paarlauf-Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot den ersten gemeinsamen Titel an.

ABSAGEN

Yuzuru Hanyu verletzte sich im November beim Versuch des vierfachen Lutz - zu Olympia kam er ohne Vorbereitungswettkampf und siegte. Nun will der Japaner seinen Fuß richtig heilen lassen. Gleiches gilt für die zweimalige Weltmeisterin Jewgenija Medwedjewa aus Moskau, die bei EM und Olympia zwar antrat, aber nicht ihre volle Leistungsfähigkeit abrufen konnte und jeweils Zweite wurde. Auch die chinesischen Titelverteidiger Sui Wenjing/Han Cong fehlen wegen eines Ermüdungsbruchs der 22-Jährigen. Und die Olympia-Dritten Meagan Duhamel/Eric Radford aus Kanada haben zum Karriere-Ende die Saison bereits beendet.

HOFFNUNGEN

Die Paarläuferin Aljona Savchenko holte mit dem Chemnitzer Robin Szolkowy vor zehn Jahren in Göteborg WM-Titel Nummer 1. Vier weitere und zweimal Olympia-Bronze folgten. Mit Bruno Massot wurde die 34-Jährige in Südkorea Olympiasiegerin - sie streben nun ihren erstes gemeinsames WM-Gold an. Nach den Absagen einiger Konkurrenten sind die Wahl-Oberstdorfer favorisiert. Beide Titel im Paarlauf bei Olympia und WM nacheinander holten zuletzt 1992 Natalja Mischkutjonok/Artur Dmitrijew (GUS und Georgien).

ABSCHIED

Viele Eiskunstlauf-Fans wollen noch einmal die Italienerin Carolina Kostner sehen. Die charismatische Läuferin wird viele Anhänger ins Mediolanum Forum locken. Mit 31 Jahren steht der Abschied bevor - auch wenn sich die Ex-Weltmeisterin noch nicht festgelegt hat. Eine Medaille ist der Südtirolerin zuzutrauen.

CHANCEN

Die Essenerin Nicole Schott ist in diesem Winter die stabilste deutsche Läuferin, ihren internationalen Durchbruch hat die deutsche Meisterin aber noch nicht geschafft. Auch das Berliner Sportpaar Annika Hocke/Ruben Blommaert bei ihrer WM-Premiere, Paul Fentz (Berlin) und die Oberstdorfer Eistänzer Kavita Lorenz und Panagiotis Polizoakis wollen sich zeigen.

AUFMERKSAMKEIT

Nach dem Olympiagold von Savchenko/Massot ist das mediale Interesse groß. Die ARD wird eine Sondersendung am Donnerstag (23.30 - 24.15 Uhr) nach der Kür-Entscheidung der Paare ausstrahlen. Die zweimaligen Olympia-Zweiten Hans-Jürgen Bäumler und Marika Kilius sind als Gäste geladen. Zudem sind Savchenko/Massot am Samstag ins „Aktuelle Sportstudio“ des ZDF geladen.

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