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So könnte das Mobilitäts-Konzept der Zukunft aussehen

Mobilität in Nordkirchen

Autonomes Fahren, E-Mobilität und smarte Verkehrskonzepte: Die Zukunft der Mobilität ist greifbar nah. Die Realität sieht vielerorts anders aus, auch in der Gemeinde Nordkirchen – doch das soll sich bald ändern.

Nordkirchen

von Aileen Kierstein

, 07.06.2018
So könnte das Mobilitäts-Konzept der Zukunft aussehen

So könnte das Mobilitäts-Konzept der Zukunft in Nordkirchen aussehen. © Aileen Kierstein

Menschen leben immer individueller, wollen und müssen immer mobiler sein und auch die Formen der Mobilität nehmen zu. Im Münsterland sollen eben diese Formen in der Zukunft umgesetzt werden – Nordkirchen könnte da Vorreiter werden. In einem Workshop zum Thema Mobilität hat die Gemeinde Nordkirchen, gemeinsam mit dem Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel GmbH aus Berlin (InnoZ) und dem Münsterland e.V., Ideen und Ansätze zur Mobilität der Zukunft in Nordkirchen entwickelt.

Senioren, junge Familien, Studenten: Sie alle prägen das gesellschaftliche Bild der Gemeinde; sie alle führen ihr eigenes Leben, haben unterschiedliche Schmerzpunkte und Begeisterungsfaktoren, wenn es um Mobilität geht. Dort möchte die Gemeinde auch in Zukunft anknüpfen.

„Das Verständnis von Mobilität muss umfassender werden und Car-Sharing- und Leihrad-Konzepte integrieren. Radverkehr spielt eine immer stärkere Rolle und muss sicherer und nutzerfreundlicher werden“, erklärt Bürgermeister Dietmar Bergmann im Gespräch. Doch Radverkehr und automatisierte Fahrzeuge werden nicht alle Probleme lösen. „Wir müssen auch auf den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs setzen, sodass die Nordkirchener immer eine umweltfreundliche und attraktive Fahrmöglichkeit haben, ohne ein eigenes Auto benutzen zu müssen.“

Visionen der Zukunft

Und dafür gab es im Workshop mehrere Ideen: flexibel mietbare Elektrofahrräder, Carsharing in Siedlungen oder im Freundeskreis, autonome Nachbarschafts-Taxen – die Lebensmittel, Pakete und sonstige Einkäufe in die Straße liefern – sowie spezielle Mobilitäts-Servicepunkte in allen drei Ortsteilen.

All das sind Zukunftsvisionen der Nordkirchener Mobilität. Dennoch gäbe es natürlich auch hier für die Zukunft in Bezug auf die demografische Entwicklung einiges zu beachten, um weiterhin gleichermaßen attraktiv für junge Familien und ältere Menschen zu sein. „Wichtig ist, dass die Nordkirchener möglichst lange und möglichst komfortabel hier wohnen bleiben können“, sagt Bergmann. Man wolle in der Gemeinde viel Infrastruktur und Flexibilität bieten.

Im Nordkirchener Haushalt wurden 5000 Euro für innovative Mobilität zur Verfügung gestellt – für ebensolche Visionen. Bis eine von ihnen umgesetzt werden kann, dauere es aber noch etwas. „Es ist ein langwieriger Prozess, die Akzeptanz muss da sein“, so Bergmann, „wir haben ganz viele Möglichkeiten, aber sie müssen mit Bedacht entwickelt werden.“