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Sodingen schießt Vogel ab

CASTROP-RAUXEL Irgendwann musste es ja passieren: Nach 40 Spielen ohne Niederlage in Meisterschaftsspielen hat es den VfB Habinghorst nun beim SV Sodingen mit 2:4 (1:2) erwischt.

von joy

, 19.08.2007

Im benachbarten Holthausen fand ein großes Schützenfest statt, einige hundert Meter weiter schossen die Fußballer des Sodinger Traditionsverein gegen die Mannschaft von Trainer Dieter Beleijew sozusagen den "Vogel" ab. Zehn Minuten bewegten sich alle Akteure in einer Findungsphase, ehe die Platzherren urplötzlich das Tempo anzogen. Einzige Ausbeute zu diesem Zeitpunkt zwei gefährliche Aktionen durch Eckbälle, die aber Aushilfs-Libero (Thilo Karl ist im Urlaub) Bahtiyar Ay jeweils mit ausgewiesener Kopfballstärke klären konnte. Und auch die erste richtige Chance lag auf Seiten von Sodingen. Hier hatte (noch) VfB-Torwart Andr? Dante Glück, dass der hart geschossene Ball knapp über die Latte rauschte.

Marc Olschewski trifft

Habinghorst kam irgendwie nicht ins Spiel, versuchte mit langen Bällen ergebnislos die Stürmer zu erreichen. Und auf der eigenen Seite stimmte im Abwehrblock die Abstimmung nach einem Freistoß nicht. Beim 1:0 (20.) konnte sich Marcel Schönherr die Ecke "schön" aussuchen. Nach dem 2:0 (31.) sah alles nach einer klaren Geschichte aus. Das täuschte. Marc Olschewski zirkelte einen Freistoß direkt in den Winkel seines ehemaligen Torwartkollegen Michael Esser und schien Sodingen kurzzeitig aus dem Tritt zu bringen. Dabei hatte der "kleine Marc" den "Riesen" Michael schon vorher zu einer Glanzparade gefordert. Sodingen hatte bis dahin mit schnellen Vorstößen über die Außenpositionen sowie guten Szenen über Mittelfeldspieler Markus Hasecke, die Gäste ein um das andere Mal in Verlegenheit gebracht. Dieter Beleijew schrie sich die Kehle heiser, bei seinen Burschen kamen die eifrigen Kommandos bis dahin wohl nicht richtig an.

Michael Esser rettet

Mit einem bösen Foul an Daniel Wiencek begann der zweite Abschnitt. Alleine dieser Einsatz zeigte, dass die Nerven der bis dahin Überlegenen gelitten hatten. Das ging auch nach dem 3:1 weiter. Eine harmlose Einwurfsituation kam in Strafraumnähe und niemand zeigte Interesse für Hasecke. Der reagierte am schnellstens und Dante hatte viel zu viele Beine vor sich, um entscheidend zu reagieren. eklärt war die Geschichte auf dem Sodinger Rasengeläuf trotzdem nicht. Der VfB setzte energischer nach und nötigte Sodingens Abwehr nach Kristler-Flanke zu einem Eigentor. Die konnte sich anschließend bei Keeper Esser bedanken, der einen Kopfball von Wiencek aus dem Lattenkreuz fischte. Der Versuch auf Zeit zu spielen des Sodinger Keepers unterstreicht, dass Habinghorst "dran" war. Doch dann fiel das 4:2 mit einem Knaller, der jedem "Vogelschuss" auf einem Schützenfest zur Ehre gereicht hätte.

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