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Sonja Ziegler zur Sportlerwahl: "Das wäre das Sahnehäubchen"

SCHWERTE Die für den RC Hansa Dortmund startende Schwerter Ruderin Sonja Ziegler hat ein äußerst erfolgreiches Jahr 2007 hinter sich.

26.12.2007
Sonja Ziegler zur Sportlerwahl: "Das wäre das Sahnehäubchen"

Die Schwerter Ruderin Sonja Ziegler kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken und hat für 2008 die Olympischen Spiele im Visier.

Nach zwei Silbermedaillen bei der U23-WM und der Europameisterschaft in Posen folgte die Berufung in den Olympiakader für Peking sowie die Nominierung für den Kandidatenkreis unserer Dortmunder Kollegen zur Sportlerwahl 2007 der Ruhr Nachrichten - für die 21-Jährige könnte sich die nächste Auszeichnung anbahnen. Bastian Bergmann sprach mit Ziegler, bevor sie gestern ins Trainingslager nach St. Moritz aufbrach (siehe auch unten stehenden Artikel).

Sonja, rückblickend auf die Saison: Hast du die ganzen Erfolge schon realisiert?Ziegler: Über die Sommerpause habe ich ein bisschen Abstand gewinnen können. So konnte ich wirklich mal von Weitem auf die Ereignisse schauen. Ich habe das schon gut realisiert.

Hättest Du so einen Saisonverlauf überhaupt erwartet?Ziegler:Ich hatte mir die U23-WM schon als Ziel gesetzt und immer ein bisschen in den A-Bereich geschielt. Schließlich war ich ja 2005 vor meiner Pause schon dabei. Dass es dann doch noch geklappt hat, war aber schon eine Riesenüberraschung.

Du hast selbst Deine Auszeit angesprochen. War es schwierig, nach einem Jahr wieder ran zu kommen?Ziegler : Ich wollte erstmal vernünftig ins Studium reinkommen, aber ich habe nebenbei natürlich weiter trainiert. Aber es war jetzt schon wieder etwas Anderes, allein vom Trainingsumfang her. Ich bin froh, dass ich wieder richtig angefangen habe. Es macht so tausendmal mehr Spaß.

Welchen Stellenwert hat da die Sportlerehrung der Ruhr Nachrichten?Ziegler : Das wäre das absolute Sahnehäubchen. Die Konkurrenz ist zwar hart, aber ich denke, dass ich sehr ehrgeizig gewesen bin und hart gearbeitet habe. Ich habe immer versucht, das Bestmögliche aus Studium und Training zu machen und es unter einen Hut zu bekommen. Wir betreiben im Amateursport viel Aufwand und bekommen nicht immer so die Unterstützung. Deswegen wäre diese Auszeichnung schon etwas Besonderes.

Training in den Bergen

Sommermeister werden im Winter gemacht - diese sportliche Weisheit beherzigen die Ruderer seit langem. Am Mittwoch sind die Athletinnen und Athleten der Männer- und Frauennationalmannschaft ins schweizerische St. Moritz aufgebrochen.

Die Langlaufbretter locken in der Höhe der Berge - und die Chance auf einen Rollsitz in einem Olympia-Boot. Mit dabei ist Sonja Ziegler, die ihre Olympia-Chance beim Schopfe packen will.

Studium liegt vorerst auf Eis

14 Trainingseinheiten pro Woche, Ruderergometer-Tests über bis zu zehn Kilometer und nahezu ein Trainingslager nach dem anderen nimmt sie dafür in Kauf. Das Medizin-Studium liegt bis auf ein Seminar auf Eis: "Sonst hätte ich ja gar keine Zeit mehr zur Erholung."

Ihre Aussichten, in Peking dabei zu sein, will die 21-Jährige nicht bewerten: "Ich muss gesund durch den Winter kommen und mich weiterentwickeln. Dann zeigt sich, wo ich stehe", sagt Sonja Ziegler.

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