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Agility in Legden

Spielerisch über alle Hürden

LEGDEN Das laute Gekläff verstummt sofort, wenn Herrchen oder Frauchen sich mit ihrem Vierbeiner der Startlinie zum Parcours nähert: Gespannt blickt der Hund zu seinem Sportpartner hoch und verfolgt jeden seiner Fingerzeige. Auf Kommando hin geht es im Sauseschritt durch den Parcours – zum siebten Mal zieht ein Agilityturnier die Hundesportler in die Reithalle nach Legden.

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Frauchen und Hund meistern den Agilityparcours in Legden.

Mit Schwung ins Ziel

Hoch konzentriert auf dem Steg - und daneben.

Ein Fingerzeig sollte im Idealfall reichen.

Mit "wehender Mähne" zum nächsten Hindernis.

"Hoch hinaus..."

„Die Meldezahlen sprechen für die Beliebtheit dieses Turniers – erstmals mussten wir sogar Starter-Anfragen ablehnen, weil wir mit rund 150 Teilnehmern an die Grenzen stoßen“, erklärt Petra Schlüsener für den ausrichtenden Verein DVG Rosendahl-Osterwick. Seit vier Jahren ist sie dort auch Agility-Obfrau.

Bis vor zwei Jahren war die Osterwickerin mit ihrem Collie-Rüden Taip selbst noch im Parcours unterwegs, bis Nackenprobleme bei ihrem Vierbeiner die Sprünge in dem Hindernisparcours nicht mehr zuließen; mit Boomer hatte sie davor sieben Jahre lang den gemeinsamen Sport betrieben.

Zwei- und Vierbeiner könnten in der Welpen- und Junghundeschule spielerisch an die Art, sich gemeinsam sportlich zu bewegen, herangeführt werden. Und diese Möglichkeit böten die Agilitykurse: „Die jungen Hunde wollen weiter arbeiten; Frauchen und Herrchen wollen nach den ersten Kursen weiter etwas mit ihrem Hund unternehmen“, erklärt sie.

Spielerisch würden die Hunde an die ersten Hindernisse herangeführt, erklärt Petra Schlüsener. „Nach einem Sprung-Hindernis oder dem Tunnel winkt immer ein Leckerli oder Spielzeug als Belohnung. Und in jeder Kursstunde kommt ein neues Hindernis hinzu“, verdeutlich sie. So würden die Hunde nach und nach an die Übungsteile herangeführt, die einen Agility-Parcours ausmachen: Insgesamt sind es 20 davon – Sprünge, Stege, Tunnel oder Wippen. „Die Höhe der Sprünge wird der Körpergröße der Hunde angepasst – und ihrem Leistungsvermögen“, erklärt die Obfrau: Es gebe drei Leistungsklassen und drei Größen-Kategorien (klein, mittel, groß), und zugelassen seien alle Hunderassen.

„Das beste Alter für den Einstieg lässt sich pauschal nicht bestimmen: Ein Hund aber muss mindestens 18 Monate alt sein, wenn er an einem Turnier teilnehmen soll“, verdeutlicht sie.

Und was müssen die zweibeinigen Hundesportler mitbringen? „Einfach Spaß an der Bewegung und im Umgang mit dem Hund. Und das Einfühlungsvermögen, wie der Hund als Sportpartner durch den Parcours manövriert werden kann – möglichst ohne laute Kommandos“, erklärt die Obfrau.

Das gelingt den Agilitysportlern am Sonntag in der Legdener Reithalle nicht immer: Die Vierbeiner zeigen sich teilweise übereifrig oder missverstehen die Fingerzeige ihrer Partner. Denn auch den Zweibeinern unterlaufen vor lauter Ehrgeiz immer wieder mal Fehler beim Lauf durch den Parcours. Nur: Die Hunde strafen ihre Herrchen/Frauchen in diesem Fall weder mit strengen Blicken noch mit Missachtung – vielmehr wedeln sie freudig mit dem Schwanz und wollen eigentlich gleich schon wieder in den Parcours ...

Die Prinzipien des Agility:

  • Der Hund durchläuft, geführt von Herrchen oder Frauchen, einen Parcours, der aus bis zu zwanzig verschiedenen Hindernissen zusammengestellt ist.
  • Zu unterscheiden ist dabei zwischen dem „A-Lauf“ und dem „Jumping“. Beim A-Lauf gibt es außer einfachen Sprunghürden auch Kontaktzonengeräte, die beim Jumping fehlen.
  • Das Team (Vier- und Zweibeiner) muss Geräte wie Tunnel, Weitsprung und Slalom in festgelegter Reihenfolge schnellstmöglich und fehlerfrei bewältigen.
  • www.dvg-rosendahl-osterwick.de

 Bernhard.Mathmann@mdhl.de

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Frauchen und Hund meistern den Agilityparcours in Legden.

Mit Schwung ins Ziel

Hoch konzentriert auf dem Steg - und daneben.

Ein Fingerzeig sollte im Idealfall reichen.

Mit "wehender Mähne" zum nächsten Hindernis.

"Hoch hinaus..."

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