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Fit halten

Sportarten für den Park

Lugt die Sonne wieder öfter zwischen den Wolken hervor, zieht es viele Menschen ins Freie. Wer sich ohnehin mit Freunden im Park trifft, kann das gleich mit einer Runde Bewegung verbinden. Bei diesen Sportarten hält man sich fit – ohne knallhartes Training.

Sportarten für den Park

Slacklinen trainiert die Stützmuskulatur und erfordert eine hohe Konzentration. Ganz nebenbei ist der Sportler noch an der frischen Luft. Foto: Felix Kästle/dpa/dpa-tmn

Von Ines Schipperges
Sport ist gesund. Sport schützt vor Krankheiten. Sport hält schlank. Und fit. Schon klar. Manchmal hat man aber gar keine Lust, ins Fitnessstudio zu laufen. Die gute Nachricht ist: muss man gar nicht. Gerade im Frühling und Sommer lässt sich Bewegung wunderbar ins Freizeitprogramm integrieren. Was man dafür braucht? Eine Scheibe, einen Ball, ein paar Schläger. Und natürlich Freunde, die mitmachen beim Sport im Park.

Badminton

Der Klassiker. Ein Schläger pro Person, ein Federball, vielleicht noch ein Netz und eine wichtige Regel: Der Federball darf den Boden nicht berühren. Hier sind Ausdauer, Schnelligkeit, Sprungkraft und Armkraft zugleich gefordert. Doch so herausfordernd Badminton sein kann, als Freizeitsport ist es beliebt, weil auch Anfänger mitspielen können. „Solche Sportarten sind relativ leicht umzusetzen und bieten einen schnellen sichtbaren Erfolg“, erklärt Sportpädagogin Professor Silke Sinning von der Universität Koblenz-Landau. Dabei geht es aber weniger um den Trainingseffekt als darum, gemeinsam mit anderen Sport zu treiben.

Slacklinen

Männer, die auf Bäume starren? In fast jedem Park sieht man heute muskelbepackte Herren (oder Damen) mit hochkonzentriertem Blick auf einem Gurt zwischen zwei Bäumen hin- und hertänzeln. „Wer Lust hat, fragt einfach, ob er es mal probieren darf“, rät Michael Jähne von Slackline Dresden. „Zunächst straucheln die meisten.“ Doch nach einer halben Stunde schaffe man schon die ersten Schritte auf dem Gurt. Wichtig sei die Körperhaltung – der Rücken aufrecht, die Füße längs der Slackline, mit den Augen einen Fixpunkt suchen.

Eine gute Hilfestellung sei es, wenn jemand dem Anfänger seine Handkante hinten an den Rücken setze.

Slacklinen geht vor allem auf die Stützmuskulatur, die bei anderen Sportarten wenig beansprucht wird. „Nach einer halben Stunde ist man anfangs erschöpft“, sagt Jähne. Neben den körperlichen Aspekten erfordere der Sport viel Konzentration. Wer Feuer gefangen hat, kauft sich selbst ein fertiges Slackline-Set. Das sollte von einer auf Slackline spezialisierten Firma produziert worden sein und einen Baumschutz beinhalten.

Volleyball

Die Mannschaftsgröße beim Volleyball ist variabel, eine Feldhälfte hat üblicherweise neun mal neun Meter. Typisch für Volleyball ist die Rotation: Bei jedem Aufschlag ihrer Mannschaft wechseln die Spieler im Uhrzeigersinn um eine Position. Trainiert wird beim Volleyball Koordination, Ausdauer und Kraft – wobei der Kraftaufwand meist kurz, dafür aber sehr intensiv ist.

Sportwissenschaftler Professor Jürgen Gießing von der Universität Koblenz-Landau erklärt: „Bei einer Spielsportart wie Volleyball wird vor allem die Auge-Hand-Koordination verbessert.“ Gleichzeitig warnt er jedoch davor, bei Volleyball als Freizeitsport eine relevante Trainingswirkung zu erwarten. Hier geht es, wie beim Badminton, um den Spaß in der Gruppe.

Frisbee

Was viele noch aus ihrer Kindheit kennen: die Frisbee-Scheibe hin und her werfen. Dabei gibt der Sport deutlich mehr her. Discgolf etwa funktioniert so ähnlich wie Golfen: „Man nimmt sich vor, zum Beispiel einen Laternenpfahl zu treffen, spielt weiter, wo die Scheibe liegen bleibt“, erklärt Jörg Benner, Geschäftsführer vom Deutschen Frisbeesport-Verband. Mit etwas Fantasie kann sich jeder selbst einen Parkour im Park setzen.

Während Discgolf vor allem die Konzentration fordert, geht es beim Ultimate Frisbee ans Eingemachte: „Das ist ein Sport, der die Spieler zur Erschöpfung bringt“, sagt Benner. Gespielt wird auf einem langen schmalen Feld mit zwei Endzonen, ähnlich wie beim American Football. Und ähnlich wie beim Basketball heißt es: „Wer fängt, bleibt stehen, macht einen Sternschritt, spielt auf einen Mitspieler.“

Jedem Spieler wird ein direkter Gegenspieler zugeteilt. Dadurch, so Benner, sei Ultimate Frisbee ein extrem starkes Laufspiel. „Wenn ich nicht sofort lossprinte, sprintet mein Gegenspieler an mir vorbei – und schlägt die Scheibe ab.“

Radtour

Durch Felder und Wälder oder einmal rundherum um den Park: Radfahren ist eine der schönsten Sportarten für gemeinsame Bewegung. „Wie sehr der Fitnessaspekt im Mittelpunkt steht, kann dabei jeder selbst gestalten“, sagt Bewegungspädagogin Silke Sinning. „Längere Touren verbessern die Ausdauer, intensive Bergfahrten gehen auf die Kraft.“

Sinnvoll sei es, sich einen Radelpartner zu suchen, der ähnlich fit ist wie man selbst. Auch auf ein gutes Equipment – ein passendes Rad, die richtigen Schuhe – sollten Freizeitradler Wert legen und sich im Zweifel von Fachhändlern beraten lassen. Denn: „Wer sich wohl in seiner Haut fühlt, dem gelingen die Bewegungen besser, und der hat mehr Spaß am Sport“, sagt Sinning.

Gesunde Tipps zum Wohlfühlen

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