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Staatsanwaltschaft Duisburg will Prüfung im Pfleger-Fall

München/Duisburg. Ein polnischer Hilfspfleger steht in München unter Mordverdacht. Bei früheren Ermittlungen in NRW hat es möglicherweise eine Panne gegeben. Die Duisburger Staatsanwaltschaft will nach einer Prüfung im eigenen Haus Fehler nicht ausschließen. Sie zieht Konsequenzen.

Staatsanwaltschaft Duisburg will Prüfung im Pfleger-Fall

Das Gerichtsgebäude für die Staatsanwaltschaft I München. Foto: Matthias Balk/Archiv

Im Fall der Ermittlungen zu dem in München unter Mordverdacht stehenden polnischen Hilfspfleger hält die Staatsanwaltschaft Duisburg eigene Fehler für möglich. Die Duisburger hatten 2017 im Fall eines pflegebedürftigen Mülheimers ermittelt, der zwei Monate, nachdem der Pole ihn gepflegt hatte, starb. Der Mann war mit Unterzuckerung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Auch nachdem die Münchner Staatsanwaltschaft die Kollegen im Ruhrgebiet auf einen ähnlichen Fall im bayerischen Weilheim aufmerksam gemacht hatte, stellte die Duisburger Staatsanwaltschaft keinen Antrag auf Haftbefehl.

„Nach dem Ergebnis der Prüfung durch die hiesige Behördenleitung kann eine fehlerhafte Sachbehandlung der für das Verfahren zuständig gewesenen Staatsanwältin nicht ausgeschlossen werden“, teilte die Behörde am Donnerstag auf Anfrage mit. Sie bittet jetzt die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf um eine unabhängige Prüfung durch eine andere Staatsanwaltschaft.

Der 36 Jahre alte Pole wird mit mehreren ungeklärten Fällen in ganz Deutschland in Verbindung gebracht. Festgenommen wurde der Mann im Februar, nachdem er einen 87-Jährigen in Ottobrunn bei München mit Insulin getötet haben soll. Dazu hat der Verdächtige ein Geständnis abgelegt. Die Münchner haben inzwischen die gesamten Ermittlungen an sich gezogen.

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