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"Anstrengungen zur Integration nötig"

04.03.2008

"Anstrengungen zur Integration nötig"

<p>CDU-Landtagsabgeordneter Bernhard Tenhumberg (rechts) nahm sich Zeit für die Diskussionen mit den Gymnasiasten aus Stadtlohn.</p>

Stadtlohn 30 Schüler der Klassen 10a und 10c des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Stadtlohn besuchten jetzt gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Birgit Bergmann und Irene Schünke den Düsseldorfer Landtag. Im persönlichen Gespräch mit ihrem heimischen Landtagsabgeordneten Bernhard Tenhumberg stand vor allem eine Frage der Schüler im Mittelpunkt. "Welche Förder- und Weiterbildungsmöglichkeiten bietet das Land NRW Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund?", wollten die Jugendlichen wissen.

Vor dem Hintergrund, dass rund ein Drittel aller Schülerinnen und Schüler der rund 2,22 Millionen Schüler an allgemeinbildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen eine Zuwanderungsgeschichte hat - ein großer Teil von ihnen sind Muslime, nämlich 300 000 - diskutierten die Gäste mit Tenhumberg auch Chancen und Risiken dieser Entwicklung.

Chancen sah Tenhumberg in den unterschiedliche Sprachen, Kulturen und Religionszugehörigkeiten, die eine Gesellschaft kulturell bereichern könnten. Risiken lägen darin, dass die Menschen oft noch zu wenig voneinander wüssten und die Unterschiede im Denken und Verhalten des jeweils Anderen nicht verstünden.

"Um zu verhindern, dass dies zu Konflikten führt, sind von beiden Seiten große Integrationsanstrengungen erforderlich", sagte Tenhumberg. Gerade die Schule böte gute Chancen für einen dialogorientierten, toleranten und respektvollen Umgang mit unterschiedlichen religiösen Bekenntnissen. "Hierbei darf es aber nicht um einseitige Bemühungen seitens der Schule oder Institutionen gehen, sondern - wie es bei Integrationsbemühungen sein sollte - muss es ein Bemühen von beiden Seiten sein", so Tenhumberg weiter.

Die Schüler hatten sich gut auf das Treffen vorbereitet und diskutierten so angeregt mit ihrem Abgeordneten, dass die Zeit zum Ende schon knapp wurde. Am Ende des ereignisreichen Tages hatten die Gymnasiasten sich den Besuch der Düsseldorfer Altstadt redlich verdient.

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